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Whitesnake – Flesh & Blood – Immer noch nicht zahnlos -Album Review

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Whitesnake sind jedem qualitätsbewussten Hard Rock Fan seit Jahrzehnten ein Begriff – ob mit den bluesigen Alben der Anfangstage „Trouble“, oder markigen Hardrockalben wie „Lovehunter“ und „Ready an‘ Willing“, mit ihrer ersten Hitsingle „Fool For Your Loving“. Das folgende Livealbum „Live… In The Heart Of The City“ hat gar Kultstatus erreicht. Danach kam die Karriere im Zuge der anrollenden NWOBHM mit den Alben „Come On An‘ Get It“ und „Saints And Sinners“ so richtig ins Rollen. Die Singles „Here I Go Again“ und „Crying in the Rain“ enterten die Charts und brachten den Durchbruch. Aber auch personelle Veränderung waren ab sofort die Regel. Mit den folgenden Alben „Slide It In“ und dem Millionenseller „1987“ wurde Amerika im Sturm erobert, der musikalische Stil der dort erfolgreichen Hair-Metal Welle angepasst. Die Hochglanz Videoclips zu den Hitsingles „Is This Love“ und „Here I Go Again“ liefen in Dauerrotation auf MTV. Der Gipfel war erreicht und mit jedem nachfolgenden Album musste Whitesnake sich am Erfolg dieser Zeit messen, was schlicht zu einem unmöglichen Unterfangen wurde und die Band zwischenzeitlich zum Aufgeben zwang. Erst 2008 konnte mit „Good To Be Bad“ und 2011 mit „Forevermore“ neue Musik unter dem Whitesnake Banner nachgelegt werden.

Nun steht das inzwischen 13. Studioalbum von Whitesnake in den Startlöchern, auf dem Bandleader David Coverdale neben seinem alten Sidekick Tommy Aldridge an den Drums mit dem ehemaligen Winger Gitarristen Reb Bach und Neuzugang Joel Hoekstra zwei starke Partner gefunden hat, die seine musikalischen Visionen perfekt umsetzen konnten und auch massiv am Songwriting der 13 Songs beteiligt waren. Insgesamt wird auf „Flesh & Blood“ nahezu jeder Epoche in der über 40 Jahre andauernden Karriere der Band gehuldigt. Schon der starke Opener Good To See You Again und der Rocker Trouble Is Your Middle Name würdigen die erfolgreichen Anfangstage, während die ausgekoppelte Single Shut Up & Kiss Me mit dem dazugehörigen Video den MTV Erfolgen augenzwinkernd Tribute zollt. MitHey You (You Make Me Rock) und Well I Never werden auch die großen Stadion-Rock-Momente wiederbelebt. Akustische Leckereien und romantische Momente gibt es natürlich mitAfter All, undHeart Of Stoneauch.

David Coverdale hat es mit der Hilfe seiner neuen Mannschaft geschafft, das Erbe von Whitesnake würdig fortzusetzen und mit „Flesh & Blood“ ein Album geschaffen, das keinen Fan der weißen Schlange enttäuschen dürfte. Der fast 70jährige Frontmann ist bestens bei Stimme und seine Hintermannschaft braucht sich vor keiner Besetzung aus der eigenen Historie zu verstecken. „Flesh & Blood“ ist eine der großen positiven Überraschungen der ersten Jahreshälfte und verdient sich damit 9/10 Bängs.

„Flesh & Blood“ erscheint am 10. Mai via Frontiers Music Srl.

Line-up:

David Coverdale: Vocals

Reb Beach: Guitars

Joel Hoekstra: Guitars

Michael Devin: Bass

Tommy Aldridge: Drums

Michele Luppi: Keyboards

 

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Michael

Michael

Baujahr '67. Metalhead seit 1979. Musikalische Vorlieben: NWOBHM, Power Metal, Epic Metal, Bombast Metal, Doom, Melodic Death Metal, Alternative Rock, und alles dazwischen, Hauptsache es ist authentisch! Michael ist unser "wandelndes Musiklexikon". Es gibt nichts, was er nicht weiss. Wahrscheinlich sogar die Anzal der Leberflecke von Elvis´ verstorbenen Zwillingsbruder Aron!

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