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Wacken 2018 – aus der Sicht des Fan & Fotografen

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Obwohl erst ein Bruchteil der Bilder gesichtet, sortiert und bearbeitet ist, wird es Zeit für eine kleine Nachlese über eines der größten Metal Festivals der Welt. 

Schon bei der Anfahrt durch den beschaulichen kleinen Ort Wacken, dem das Festival seinen Namen verdankt und der einmal im Jahr Teil des riesigen Festivalgeländes wird, merkt man sofort, die Einwohner haben sich mit den schwarzen Gestalten und ihrem ausgezeichneten Musikgeschmack arrangiert und sie lieben gelernt. Kein Vorgarten ohne einen Verkaufsstand oder eine Metalbar. Der örtliche Lebensmittelladen hatte seine Gemüsetheke ausgeräumt, mit Bier aufgefüllt und auch sonst sein gesamtes Sortiment auf den Ansturm der Festivalbesuche eingestellt. Überall freundlich lächelnde Gesichter der Einwohner. Man fühlte sich sofort willkommen und wie daheim. 

Weiter ging es zum Campground um seinen Platz zu finden, Zelte aufbauen und das erste kühle Bier genießen. Die Besucher kamen aus der ganzen Welt und hatte Stunden wenn nicht tagelange Anreisen hinter sich, aber alle wirkten glücklich endlich den „Holy Ground“ erreicht zu haben. 

Dann endlich, aus dem Infield dröhnten die ersten brachialen Rhythmen herüber und der Strom der Festivalbesucher setzte sich in Bewegung um ihren Lieblingsbands zu huldigen. 

Es war heiß, nicht nur die Musik brachte das Blut zum kochen, 5 Tage brannte die Sonne erbarmungslos auf die in freundliches schwarz gekleideten Metalheads herunter und wahrscheinlich wurde zu ersten Mal mehr Wasser als Bier in die ausgedörrten Kehlen geschüttet.

Riesige Menschenmassen drängten sich vor den 3 Hauptbühnen und bejubelten mit frenetischem Beifall die Headliner dieses Jahres. Nightwish, Knorkator, Arch Enemy, Judas Priest, Halloween, In Flames, Ghost, Doro, Running Wild, Ensyferum, Eskimo Callboy, Steel Panther, Alestorm, Bonfire um nur einige der vielen Bands zu nennen, die dieses Jahr ihren Weg nach Wacken gefunden hatten. 

Allerdings machte es durchaus Sinn und wir empfehlen es jedem, auch die kleineren Bühnen zu besuchen. Neben durchaus schon bekannteren Bands fielen dort vor allem viele talentierte Gruppen auf, die sich riesig freuten zum ersten Mal auf Wacken spielen zu dürfen und damit quasi den Ritterschlag für ihre weitere musikalische Zukunft erhielten. Wacken ist ein Name, ist eine Macht in der Metalszene und durchaus geeignet weitere Türen auf dem Weg nach Oben zu öffnen.

Persönlich hat mir auch der Wasteland Bereich sehr gut gefallen. Mittelalterliche Stände mit Händlern und ausgezeichneten kulinarischen Köstlichkeiten. Der Endzeitliche Bereich mit den Wasteland Warriors und einer kleineren aber trotzdem gut besuchten Bühne gab einem das schaurig coole Gefühl, mitten in einem der Mad Max Filme gelandet zu sein.

Zum Schluss möchte ich es nicht versäumen den Veranstaltern für die hervorragende Organisation zu danken. Ich habe schon einige Festivals besucht und in den Punkten Sicherheit, Sauberkeit und Ablauf einer Veranstaltung in dieser Größenordnung gehört Wacken sicherlich zu den Besten. Sie haben konsequent aus früheren Problemen gelernt und sich immer weiter verbessert, um dieses einzigartige Festival zu einem Erfolg zu machen.

Wacken, wir sehen uns nächstes Jahr wieder, zum 30 jährigen Jubiläum, „Rain or Shine

Roland

PS: Die begleitenden Bilder sind meist von den kleineren Bühnen, von den Headlinern wurde schon hinreichend berichtet.

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Roland

Roland

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