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Under Destruction – Deliverance – Kino für die Ohren – CD-Review

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Schon seit einigen Jahren pflügen die Steirer von Under Destruction durch Österreichs Underground. Nun bringt die junge Melodic Death Metal Formation ihr zweites Studioalbum auf den Markt.

Wieder komplett in Eigenregie produziert (Audio Riot Recordings, das Studio von Bassist Stefan Kaschel) erzählt Deliverance die Geschichte der Zerstörung der Heimat eines namenlosen Protagonisten und dessen anschließende Suche nach dem Licht.

The End leitet das sieben Track starke Drama ein. Sehr stimmig startet es ruhig mit einem sich immer wieder wiederholenden Gitarrenspiel, doch das wirklich spannende passiert im Hintergrund: Man hört das Knistern von Feuer. Sehr geil.

Unvermittelt zündet der Track nach gut einer Minute mit einer förmlichen Explosion und Under Destruction zeigen wofür sie bekannt sind. Das Headbangen kann man kaum verhindern. Spannend ist auch dass das ruhige Gitarrenspiel aus dem Intro weiter in den Track eingebaut wurde. Auch wurde neben dem Knistern am Anfang auch noch ein Herzschlag eingebaut. Großes Kino. The End macht Lust auf mehr.

Was Under Destruction weiter auf dem Album bieten ist ohne Zweifel große Kunst im Geschichten erzählen. Die Texte fügen sich hervorragend in das musikalische Gewand der Band und fesseln enorm. Die Verzweiflung des Protagonisten konnten sie sehr gut transportieren. Jeder Track hat einen ganz eigenen Drive, trotzdem wirkt es absolut stimmig und wie aus einem Guss.

Einen oder zwei Favoriten zu picken ist unmöglich. Jeder Track macht einfach unglaublich viel Spaß. Deliverance bietet alles was ich mir von einem Konzeptalbum erwarte. Einige feine ruhige Momente, die hervorragende Symbiose zwischen Texten/Gesang und instrumentaler Arbeit, ein gut zum Thema passendes Album-Artwork und eine realistische, glaubwürdige und detailiert erzählte Geschichte.

Auf den lyrischen Inhalt werde ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Dieses Album hat es verdient von jedem selbst ergründet zu werden und das sollten auch alle die dem Death Metal und Konzeptalben etwas abgewinnen können auf jeden Fall machen.

Fazit:

Man hört eine klare Entwicklung im Stil der Band seit dem Debut Origin (2012). Auf diesem Album starteten sie damals ihre Guardians Reihe, die aus vier Teilen besteht. Zwei auf Origin und zwei auf der Vanguard EP (2015). Speziell bei Guardians zeigten sie schon wie ein Konzeptalbum von ihnen klingen könnte. Viele Elemente die wir auch auf Deliverance hören wurden dort schon getestet.

Der Schritt hin zu einem ganzen Konzeptalbum war meiner Meinung nach die richtige Entscheidung. Klar, schlecht waren auch die früheren Veröffentlichungen keinefalls, doch Deliverance ist ohne Frage das bis dato beste was Under Destruction gemacht haben.

Klare 10 von 10 Bängs für dieses Todesmetal Meisterwerk.

Deliverance wird am 9. November erscheinen und ist auf allen gängigen Streaming und Download Portalen verfügbar. Wollt ihr das Album auf CD dann schreibt bitte Under Destruction eine PN über Facebook.

Under Destruction auf Facebook: https://www.facebook.com/UnderDestruction.AT/

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Patrick

Patrick

geb. 1993 Musik-Fan seit 2010 Verlobt Ein Sohn Bevorzugte Genre: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk

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