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Ty Morn – Istor – Feinster Edelstahl – Album Review

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Ty Morn bestehen in erster Linie aus dem britischen Gitarristen und Songwriter Aron Biale, der mit Hilfe von internationalen Gästen schon am 15. März „Istor“ in Eigenregie veröffentlicht hat. Schnell war die erste Auflage vergriffen und die Qualität der Scheibe sprach sich vom Vereinigten Königreich bis in die Schweiz herum, wo die Mitarbeiter von Doc Gator Records seit Anfang 2018 ein feines Näschen für hochwertig geschmiedeten Edelstahl entwickelt haben.

Und in der Tat besitzt „Istor“ diese Qualität, mit seiner Genetik aus traditionellem britischen Stahl, wie er seit Jahrzehnten auf der Insel geschmiedet wird. Einflüsse von Bands wie Judas Priest beim pfeilschnellen Opener „Reign Of The Hunter“, Black Sabbath beim schleppenden „Kings of Dishonour“, oder Iron Maiden auf dem verschachtelten, mit epischen doppellläufigen Leadgitarren durchzogenen „Bring Fourth The Night“, sind überall auszumachen. Zudem finden sich aber teutonische Merkmale von Accept, über Powerwolf bis Avantasia in den bombastischen, eingängigen Arrangements auf Songs wie „Hey Poseidon“, „Die Where We Stand“ oder „Harvest Of Souls“. Der treffendste Querverweis zum Sound von Ty Morn sind für mich wohl aber die brasilianischen Landsmänner von Sänger Raphael Gazal, Angra. Überhaupt setzen sich die Melodien und Refrains schnell im Ohr fest, was auch dem Sänger zu verdanken ist, der mit seiner kraftvollen, variablen Stimme Hymnen wie meinen Lieblingssong  „The Language Of The Beast“ zusätzlich veredelt. Als Bonustracks der Doc Gator Records Ausgabe von „Istor“ gibt es mit „What The Hell“ und „Here Lies The Fool“ zwei weitere Nummern, die sich absolut nicht hinter den regulären Glanztaten zu verstecken brauchen. Bei letzerem Song übernimmt die amerikanische Sängerin Laureen Mazzio als Gastsängerin den weiblichen Part in dem balladesken Track.

Doc Gator Records haben wieder ihr Gespür für einen Release bewiesen, der es verdient hat, in angemessener Form einem breiten Publikum nahegebracht zu werden. Den Namen Ty Morn sollten sich vor allem Fans von Angra, Judas Priest  und traditionellem Metal mit einem Schlag Bombast notieren. Für mich ist „Istor“ in diesem Bereich eines der Top Alben des Jahres und bekommt von mir dafür satte 9/10 Bängs!

„Istor“ erscheint am 15. August via Doc Gator Records als Digipack CD, lim. farbiges Vinyl und schwarzes Vinyl.

Guitar & bass – Aron Biale

Guest musicians:
Vocals – Raphael Gazal
Drums – Per Mikkelsen
Lead guitars – Eric Maldonado, Rafael Sequera, Simon Cacace, Raphael Gazal, Federico Tarquini, Greg Studley, Yam Levi
Organ – Eugene Moiseienko
Keys and orchestration – Aron Biale                                                                     Vocals on „Here Lies The Fool“ – Laureen Mazzio

Narration on „Hey Poseidon“ – Steve Maxell
Narration taken from „Poseidon’s Law“ by R. Kipling
Album cover designed by Piotr ‚Kenshin‘ Bednarczuk

All songs written and composed by Aron Biale
Recorded at The Korrigan’s Lair

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Michael

Michael

Baujahr '67. Metalhead seit 1979. Musikalische Vorlieben: NWOBHM, Power Metal, Epic Metal, Bombast Metal, Doom, Melodic Death Metal, Alternative Rock, und alles dazwischen, Hauptsache es ist authentisch! Michael ist unser "wandelndes Musiklexikon". Es gibt nichts, was er nicht weiss. Wahrscheinlich sogar die Anzahl der Leberflecke von Elvis´ verstorbenen Zwillingsbruder Aaron!

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