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Tarja – In The Raw – Ein Album Review

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Wer hätte das gedacht, dass ich mal hier sitze und ein Review über Tarja Turunen schreibe. Hab ich sie doch bis jetzt eigentlich immer nur mit Nightwish in Verbindung gebracht und wenn die irgendwo liefen, das Gelände fluchtartig verlassen.

Nun erreichte durch Zufall die erste Single-Auskopplung Dead Promises meine Lauschlappen und machte mich neugierig.

Und siehe da, jetzt schreibe ich ein Tarja Review.

Auf ihrem fünften Rock-Soloalbum hat Tarja, meiner Meinung nach, einen kleinen Wandel durchlebt:

Um einiges dunkler, roher und schwerer kommen die zehn Songs daher. Kraftvoll, geradeaus, aber auch verspielt und verträumt.

Sicherlich erfindet Tarja sich nicht neu, aber ab und zu verlässt sie eingetretene Pfade und wird leicht experimentell. Was ihr sehr gut steht.

Befinden sich auf dem Album neben geraden Rockern (Dead Promises, Goodbye Stranger) natürlich auch wie gewohnt einige Balladen (You And I, The Golden Chamber).

Zwischendurch wird dann auch mal die Progkeule ausgepackt: Der Song Spirits Of The Sea ist für mich auch gleich der Beste auf dem Album.

Die restlichen Songs kann man ruhig in die Metal, Symphonic Kiste packen. Da macht Tarja was sie am besten kann. Richtig gut singen (auf allen anderen Songs natürlich auch) und mit jeder Menge Orchester, einem Chor, fetten, krachenden Gitarren und ihrer klassisch ausgebildeten Stimme bringt sie das Teil sicher nach Hause.

Natürlich hat es sich Tarja nicht nehmen lassen, einige Gäste einzuladen. Zu hören sind auf Dead Promises Björn „Speed“ Strid, Cristina Scabbia auf Goodbye Stranger und auf Silent Masquerade Tommy Karevik.

Fazit: Tarja geht auf In The Raw leicht neue Wege und das steht dem Album gut. Sie schafft es mit ihrem klassischen Gesang verschiedene Musikstile zu verbinden und keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Deshalb gibt es von mir 9 von 10 Bängs.

Veröffentlichung: Freitag, 30. August 2019

Tracks:

  1. Dead Promises
  2. Goodbye Stranger
  3. Tears In Rain
  4. Railroads
  5. You And I
  6. The Golden Chamber
  7. Spirits Of The Sea
  8. Silent Masquerade
  9. Serene
  10. Shadow Play
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Christian

Christian

geb. 1977, Metalfan seit 1989, verheiratet, ein Sohn, Heavy, Death, Thrash und Hardcore. Der Fachmann, wenn es um Bands geht, die aus Ländern kommen, deren Namen die meisten nicht mal kennen.

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