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TANK MIT FRANK Festival – 9.8.2019 – Greven/Westfalen

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  • Was als lustiger Umtrunk von Frank Averbeck mit Freunden und musikalischer Begleitung begonnen hat, jährte sich am 9.8. zum fünften Mal. Im letzten Jahr wurde pausiert, 2019 startete man mit dem kleinen aber feinen Festival auf neuem Gelände im westfälischen Greven am Max-Klemens-Kanal bei Münster wieder voll durch. Karina und ich berichten nun davon.
    Festival- und Camping-Freunde aus dem Umkreis und dem nicht weit entfernten Ruhrgebiet schätzten besonders die familiäre Atmosphäre und die kurzen Laufwege zum Veranstaltungsgelände. Bei bewölktem, teils regnerischem Wetter zeigten 13 hochkarätige Bands ihre Spielfreude und animierten die ca. 1500 Besucher zu einer veritablen Rock-Party.

Es gab zwei Bühnen: die große Hauptbühne mit Pyro-Effekten sowie die kleinere Biergartenbühne. Das Line Up startete auf der Hauptbühne mit der Hardrock-Band Hardbone aus Hamburg. Sie zeigten dem noch recht übersichtlichen Publikum eindrucksvoll, was sie an diesem Tag zu erwarten hatten. Ihnen folgten die Deutschrocker von Brenner, die mit ihrer Mischung aus Punk, Alternative und Hardrock zu überzeugen wussten. Sie präsentierten ihre aktuelle Single Die Jungs, eine eingängige Hymne zum Mitfeiern und Singen.

Auf der kleinen Biergartenbühne gaben die Newcomer SAU AUS USA ihre Mischung aus Blues Rock, Fusion und Hard-Rock zum Besten.

Ihnen folgten die Offenbacher V8Wankers mit ihrer rauen und ungehobelten Mischung aus Punk, Hard Rock und Rock’n’Roll. Zusammen mit ihrer ungeheuren Bühnenpräsenz brachten sie das Publikum schier zum Ausrasten.

Die lokal Matadoren Noshelter konnten auf der Biergartenbühne von dieser angeheizten Stimmung profitieren. Mit ihrer gelungenen Mischung aus Death und Trash Metal wussten sie von sich zu überzeugen.

 

Savage Messiah aus London bespielten danach die Hauptbühne. Die schon recht bekannten Briten pushten die Stimmung mit Titeln wie Scavengers of Mercy und Down and Out ihren Heavy Metal im Stil von Judas Priest bzw. Iron Maiden weiter an.

Die Newcomer Astillane aus Münster hatten auf der Biergartenbühne melodischen Hardcore Metal mit teilweise gutturalem Gesang im Set. Gerade dieser wirkte im Livekontext noch originärer, und die Musik hatte insgesamt einen sehr modernen Anstrich.

Almanac, ein Bandprojekt um den Multiinstrumentalisten Victor Smolski, präsentierten im Anschluss stimmungsvollen Folk-Metal, anhaucht von Weltmusik-Elementen. Sehr gut gefiel mir die weibliche Zweitstimme.
Auf der kleinen Bühne spielten häufig lokale Bands, so auch HoBo At the Railroadstation aus dem Raum Bielefeld.  Ihre Performance aus Hardrock klassischer Spielart, gepaart mit einer Prise Bluesrock wusste sehr zu überzeugen.

Thundermother aus Schweden bescherte dem Publikum auf der Hauptbühne die geballte Ladung  Frauenpower. Hardrock, wie ihn AC/DC oder Airbourne nicht authentischer hätten bringen können!

Fiddler’s Green übernahm danach die Bühne. Die Erlangener konnten ihren Folk-Hardrock in Songs wie Raise your arms, The Night Pat Murphy DiedDown  und Old Dun Cow perfekt umsetzen. Bei Rocky road to Dublin riefen sie zur Wall of Folk auf, und Blarney Roses als Zugabe krönte den gewohnt perfekten Auftritt.

Die V8Wankers sprangen noch einmal auf die Bühne, dieses Mal im Biergarten. Die kleine Bühne,  die fortgeschrittene Uhrzeit und das endgültig in Feierlaune befindliche Publikum ließen den Auftritt noch energetischer, roher und ungeschliffener wirken. Kurz: der totale Abriss!

Wir hatten einen langen Tag, und brauchten zwischendurch eine Pause, daher haben wir den Auftritt von Estoplyn leider verpasst.

Den Abschluss auf der Hauptbühne bildeten Kissin‘ Dynamite mit ihrem Hardrock nach Art von AC/DC. Die Band um den charismatischen Sänger Hannes Braun beendeten mit Songs wie Love me hate me, DNA sowie She came she saw und Sex is Roll das diesjährige TANK mit FRANK.

Das Line Up war für ein Festival dieser Größe sehr prominent und hochkarätig, die Stimmung wirklich super und familiär. Das Wetter spielte außer ein paar gelegentlichen Regentropfen mit. Das leibliche Wohl fand natürlich genügend Anerkennung, eine Whiskybar hat beispielsweise ein umfangreiches Reportoire an hochklassigen Whiskys angeboten.  Für Camping-Freunde, die nicht am gleichen Abend abreisen und vielleicht auch das 50 Jahre Woodstock Festival am nächsten Tag besuchen wollten, bot sich dazu eine sehr gute Camping-Möglichkeit in direkter Nähe zum Infield-Gelände. Wir hatten sehr viel Spaß und wollen im nächsten Jahr garantiert wieder dabei sein!

Zum Schluss noch ein paar Eindrücke vom Festival!

 

 

 

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Ingo

Ingo

Jahrgang 1979, aufgewachsen mit klassischem Progressive Rock, aber auch gepflegtem Metal und Hardrock sowie den Schnittmengen mit Prog Rock nicht abgeneigt.

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