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Stranger in my town – Vol.1 – Album Review

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Bergamo in Italien wird als die Perle Norditaliens bezeichnet. Berühmt ist die Region besonders durch ihr großartiges Stracciatella Eis und andere kulinarische Köstlichkeiten. Doch auch auf künstlerischer Ebene tut sich etwas in der Region. Besonders in der kleinen, feinen Szene des Post Rock/Instrumental Rock entwickelt sich in den letzten Jahren eine richtig gute Base an jungen Bands, die mit viel Liebe im Herzen Musik schreibt und auch veröffentlicht. Gespielt wird meistens in kleinem Rahmen vor ausgewähltem Publikum. Eine dieser Bands sind Stranger in my town, eine im Jahre 2014 gegründete vier Mann Combo bestehend aus zwei Gitarren, Bass und Drums.


Die Bandgeschichte liest sich wie ein musikalisches Märchen. Alles begann mit drei Jungs und ihren Instrumenten. Allan, Marco und Enrico begannen mit Jammin Sessions, in denen sie größtenteils improvisierten und irgendwann ihren individuellen musikalischen Hintergrund auf gemeinsamen Nenner brachten mit richtig schweren Riffs, viel Groove und vor allen Dingen Atmosphäre.
Als Isacco dann 2015 zur Band stieß, gab er dem Rhythmus noch den letzten Schliff.

Basierend auf diesen Jam Sessions und neu komponierten Material bescheren uns Stranger in my town nun ihr erstes sechs Track Debut Album mit dem smarten Titel Vol.I.

Den Start des Debuts macht die Nummer mit dem Namen Cicada. Hell yeah! Die macht doch schon vom ersten Riff an Spaß! Cicada ist ein stimmiges Stück, das bei mittlerem Tempo mit guten Riffs jedoch nicht stumpf dahinplätschert, sondern dank zweiter Gitarre gut Melodie transportiert. Viba startet da viel leiser mit sanftem Gitarrenzupfen, das sich langsam zu Melodie entwickelt und sich in den 5:15 schön steigert. Der dritte Song Terra hat einen superpassenden Titel, denn er kommt mit gutem Groove und perfekter Bassline schön erdig aus den Boxen; leicht dröhnend und psychedelisch. Im Hintergrund baut die rythmusgebende Gitarre den Song mit auf.  Sumatra bringt nun den psychedelischen Touch auf Hochtouren und kommt mit gutem Tempo daher. Das ist heavy Sound, wie ich ihn mag! Weiter geht’s mit Dry Eye, das mit schrammelnden Riffs und hypnotischer Bassline für mich die raffinierteste der sechs Nummern ist. Air bildet den Abschluss dieses nicen Debuts und just kommt mir die Historie der Band und ihre Jammin Sessions in den Sinn. Genau so hört es sich an, wenn Songs wachsen. Ja, spätestens jetzt möchte ich diese CD ein zweites und drittes Mal hören. Am liebsten während einer Autofahrt durch wechselnde Landschaften. Könnte eine perfekte Symbiose sein!

Mein Fazit zu diesem Debut:
Grazie Italia! Für deine Söhne, die du mit so gutem Gespür für Musik ausstattest, wenn du sie in die Welt schickst! Ich gebe den Jungs eine glatte 8/10 für dieses gelungene Sahnestück der Post Rock Szenerie. Dieses Album hat schon sehr viel von dem, was es braucht: Dynamik, Riffs, einen heavy Sound und einen Funken Desert Rock. Einen halben Bäng möchte ich hier noch abstellen für das großartige Cover Artwork der Band. 

Genre: Instrumental Rock/Stoner, Post-Rock

Set Up:
Allan Pigliacampo – Gitarre
Isacco Frigerio – Gitarre
Marco Munari – Bass
Enrico Sperone – Drum

Die Band findet ihr hier:
Bandcamp:
https://strangerinmytown.bandcamp.com/

Facebook:
https://www.facebook.com/strangerinmytown/

Spotify:

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MetalliCat

MetalliCat

Adriana alias MetalliCat - KittyCat mit Vorliebe für metallerne Klänge; besonders im progressiven Rock und Metal, Postrock, Poprock, Stonerrock und Alternative zu Hause. Zusammen mit Frank bildet sie "unser Team in Wien" und besucht jede Menge Konzerte dort.

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