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Steel Raiser – Acciaio – sizilianischer Stahl – CD Review

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„Acciaio“ ist das inzwischen vierte Album der seit 2006 aktiven Formation aus Catania-Sizilien. Bei südeuropäischen Formationen bin ich von Haus aus immer etwas argwöhnisch, denn in meinen über 35 aktiven Jahren, in denen ich mich für Rock und Metal begeistere, sind mir nur wenige Bands positiv in Erinnerung geblieben. Das Album startet mit einem kurzen Judas Priest Gedächtnis Intro, um mit „Demon Angel“ und „Heavy Metal Hero“ zwei ordentliche, melodische Power Metal Songs europäischer Prägung zu servieren, die mir doch Appetit auf mehr machen.

Auch der nächste Song kann das Niveau gut halten und ich dachte meine Vorurteile über Bord werfen zu können, da trifft mich mit „Genghis Khan“ (alleine mit dem Titel musste die Nummer in die Hose gehen) das gnadenlose Grauen! Danach versinkt das Album in meinen Ohren komplett im Mittelmaß, bis mit „Wherever“  auch eine obligatorische Ballade präsentiert wird, die leider in einigen Teilen allzu deutlich von Savatage inspiriert wurde, ohne annähernd konkurrenzfähig zu sein.

Insgesamt bleibt dann für mich doch ein enttäuschendes Album übrig, das irgendwo zwischen Grave Digger, Dirkschneider – wegen der rauen Stimme von Sänger Alfonso Giordano – und Priest’scher Gitarrenschule, mit zwar ordentlichen Solos, aber meist einfach gestrickten Songs auskommt. Freunde genannter Bands mit südländischem Pathos können gerne ein Ohr riskieren. Ich kann dafür leider nicht mehr als 6/10 Bängs vergeben.

Erscheinen wird das Album am 15.02.2019 auf Iron Shield Records.

KONTAKTINFO
@SteelRaiser
@steelraiserofficial
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Michael

Michael

Baujahr '67 Metalhead seit 1979 Erstes selbstgekauftes Album: "If you want Blood..." AC/DC '79 Verheiratet, ein Sohn.

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