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Slash feat. Myles Kennedy and the Conspirators Gasometer Wien, 10.02.2019 ein Live Review von den #heavymädels

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Gibt es eine schönere Beschäftigung für einen Sonntagabend, als im Gasometer Slash feat. Myles Kennedy and the Conspirators (SMK&C) zu sehen? Nein. BarracudaMusic ermöglichte uns, das ausverkaufte Konzert im Wiener Gasometer zu sehen und uns ein Bild aus nächster Nähe zu machen, um euch davon persönlich berichten zu können.

Zusammen mit weiteren 4000 Konzertbesuchern drängten wir uns in den Veranstaltungskessel der Backstein-Rotunde. Man konnte nur den Massen folgen und hoffen, dass einer von denen weiß wohin man muss – eine Beschilderung suchte man nämlich vergebens. Eine Stunde Zeit wurde uns gegeben um von der Schlange im Einlass, durch den Security-Check, über die Garderobe und anschließend den Merch-Stand in die Halle zu kommen. Die Verpflegung und Notdurft musste bei diesem straffen Programm etwas warten, denn pünktlich um 20:00 Uhr ging das Licht aus und die Musik an.

Phil Campbell and The Bastard Sons wurden von SMK&C als Vorgruppe für ihre Europatournee gebucht. Ob der Beweggrund dabei die Beziehung zwischen Slash und Lemmy Kilmister ist, sei dahingestellt. Auf jeden Fall war Phil Campbell Mitglied von Motörhead und ist nun seit Lemmys Tod dabei, mit den Bastard Sons Musikgeschichte zu schreiben. Die vier Jungs und der ältere Mann stellten auf der Bühne jedoch keine Einheit dar. Einerseits weil Phil Campbell weit abseits vom Rest der Band stand, andererseits einfach durch Kleidung und Gestik. Klar könnte man meinen, dass er somit mehr Aufmerksamkeit vom Publikum bekommen wird. Jedoch bekommt man schnell das Gefühl, dass seine Söhne und der Sänger Neil Starr den Ruhm Phil Campbells, den er durch Motörhead erlangte, als Sprungbrett nützen wollen. Der Höhepunkt der Dreistigkeit war als sie Ace Of Spades anspielten und dabei noch volle Unterstützung vom Publikum erhalten haben.


Phil Campbell and The Bastard Sons spielen einen soliden Hardrock. Als Support heizten sie dem Kessel richtig gut ein. Das Publikum war schnell in den Bann gezogen und bereits kurz vor dem Ende ihres Gigs musste man sich schon in die Halle drängen, um einen Blick auf die Waliser zu erhaschen.

Auch während dem ChangeOver blieben die Besucher dicht gedrängt vor der Bühne stehen, um den Gitarrengott aus nächster Nähe betrachten zu können. Es war kaum möglich, wie etwa bei anderen Konzerten, während der Pause noch weiter nach vorne zu kommen.


21:10 Uhr. Ohne Intro, ohne Scheinwerfergedöns, ohne Kabuki. Locker und lässig kommen die fünf langhaarigen Typen in ihren Lederjacken mit der Gitarre unterm Arm auf die Bühne. Es dauert nur Sekunden bis ihre enorme Energie auf das Publikum übertragen wird. Frisch, gut gelaunt, zu Späßchen aufgelegt performen sie auf der Bühne und es sind keine Anzeichen zu erkennen, dass sie schon seit Wochen auf Tour sind und eventuell müde und angeschlagen sein könnten.

Der Opener des Abends war The Call Of The Wild vom aktuellen Album Living The Dream. Der Soundcheck für Myles Kennedy passierte gefühlt live während den ersten Nummern. So war seine Stimme in der Summe des Ensembles, anfangs etwas unterrepräsentiert. Im Publikum hörte man die leisen Töne fast nicht und wenn der Bassist Todd Kerns gesangliche Unterstützung leistete, hörte man diesen mehr als Myles selbst. Nach einigen Songs hatte die Technik dieses Problem behoben und wir konnten uns vollends der Stimmgewalt Kennedys hingeben.

Nicht zu vergessen: Frontman des Abends war Soul Hudson – Gitarrenvirtuose, Zylinderhutträger, Wahlkalifornier – Slash. Zunächst noch etwas verhalten, wurden mit jedem weiteren Song seine Soli etwas länger. Bei Songs wie Wicked Stone, World on Fire und Anastasia spielte sich das G`n`R Urgestein in eine Art Trance, die uns Zeit und Raum vergessen lässt.

Slash feat. Myles Kennedy and the Conspirators Gasometer Wien
Slash feat. Myles Kennedy and the Conspirators
Gasometer Wien

Die Setlist der fünf Jungs ließ keine Wünsche offen. Um es in wenigen Worten auszudrücken, war es ein Abend mit den bislang Greatest Hits von Slash feat. Myles Kennedy and the Conspirators. Unermüdlich spielten sie über 120 Minuten einen Megahit nach dem anderen. Erholungspausen für MK&C gab es nur dann, als Slash mit seiner Gibson ekstatische Zwiegespräche führte und das Publikum mit seinen Riffs in eine Art Rauschzustand versetzte.

© claclalala.tumblr.com
© claclalala.tumblr.com

Ein Sonntagabend der Extraklasse. Das lässt nur hoffen, dass das Duo aus Slash und Myles weiterhin noch viele kreative Prozesse durchlebt und uns somit unvergessliche Momente bescheren wird.

Usnere Heavymädels Chrissy & Mo
Usnere Heavymädels Chrissy & Mo

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Mo

Mo

Mo ist unsere Expertin für Konzerte und Festivals. Meist ist sie zusammen mit Chrissy unterwegs. Sie ist unsere Instagram Spezialistin - dort findet man Chrissy und sie unter #heavymädels

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