Album Reviews, Reviews

Sabaton – The great War – Album review

sabaton-the-great-war-album-review
Am 19.07.2019 veröffentlicht die schwedische Power Metal Band Sabaton mit The Great War ihr neuntes Studioalbum. Für Rockmagazine.net durfte ich vorab für Euch reinhören.

Die Aufnahmearbeiten begannen genau 100 Jahre nach dem Ende des ersten Weltkrieges, der mit dem Longplayer auch thematisiert wird. Die Band um den charismatischen Frontmann Joakim Brodén zog sich im November vergangenen Jahres für drei Monate in die Black Lounge Studios von Jonas Kjellgren  in Pärlby zurück. In diesem 125 Einwohner zählenden kleinen Dorf, 200 km nordwestlich von Stockholm gelegen, ist übrigens auch das Abyss Studio von Peter Tätgren ansässig, der in der Metal Szene ebenfalls kein Unbekannter ist und dem das Örtchen mit gruseliger Vergangenheit quasi gehört

Geschichtsunterricht für das Musikregal

The Great War ist ein Konzeptalbum voller Geschichten rund um den ersten Weltkrieg. Der Opener The Future of Warfare lässt gleich zu Beginn die musikalische Handschrift von Sabaton erkennen. Fans der Band werden von diesem Silberling sicher nicht enttäuscht sein, erleben aber auch keine wirkliche Überraschung. Eingängige Refrains, stampfende Beats, epische Hymnen, raue Chorgesänge, heroische Texte, knackiger Power Metal, insgesamt alles etwas härter als bei den beiden Vorgängeralben. Die Sabaton-Nörgler werden sich in ihrer Kritik einmal mehr bestätigt fühlen.

Ein paar Hintergründe zu den Songtexten:

Der ohrwurmtaugliche Song Seven Pillars of Wisdom (Die 7 Säulen der Weisheit) beschäftigt sich mit einem Herren namens T. E. Lawrence, besser als Lawrence von Arabien bekannt.

In 82nd All the Way wird die 82nd Airborne Division (82. US-Luftlandedivision, auch All American oder America´s Guard of Honor) besungen.

Am 06. August 1915 griffen deutsche Truppen die Festung Osowiec (Polen) mit Chlorgas an. Viele starben, einige wenige blieben kampffähig und wehrten sich im wahrsten Sinne bis aufs Blut, das sie aus den verätzten Bronchien spuckten, bis die Deutschen bei diesem Anblick in Panik flohen. Der Angriff ging als „Kampf der toten Männer“ in die Geschichte ein, was Sabaton im Song The Attack of the Dead Men verarbeiten.

Bei den Devil Dogs geht es um die blutige und erbitterte, verlustreiche Schlacht der US-Marines (Spitzname Devil Dogs/Teufelshunde) gegen deutsche Truppen im Wald von Belleau.

Der kanadische Soldat Francis Pegahmagabow war mit über 300 Tötungen einer der gefährlichsten Scharfschützen des ersten Weltkrieges. Wie ein Geist soll er die Schützengräben durchstreift haben. Sabaton widmet ihm den Song A Ghost in the Trenches.

Fields of Verdun wurde am 3. Mai 2019 veröffentlicht, The Red Baron am 14. Juni 2019. Der Titelsong Great War ist seit dem 28. Juni 2019 verfügbar. Begleitend zur Veröffentlichung gibt es bei YouTube den Sabaton History Channel, in dem die Band Videos zu den Themen und Hintergründen aus ihren Liedern beleuchtet.

Mein Fazit: Die Schweden bleiben ihrem Stil treu und polarisieren die Metal-Welt weiter. Wer Sabaton bisher nicht mochte, kommt der Band mit dieser CD auch nicht näher. Von mir gibt es allerdings 7 von 10 Bangs, was wahrscheinlich (und wie immer) nicht die Meinung der gesamten Redaktion widerspiegelt.

 

The Great War gibt es ab 19.07.2019 in folgenden Versionen:

CD-Digi (History Edition) inkl. gesprochen Parts und Intros zu jedem Song

CD (Album Edition)

2CD Earbook (Album + History Edition)

180g LP in various colors (History Edition)

180g LP in various colours (Album Edition)

3CD/3LP Box (The Great Box Edition) includes: Earbook incl. “The Soundtrack To The Great War” CD, regular, History & Soundtrack LPs [180g, green], one out of 11 Great War propaganda posters [chosen at random], postcards, emblem, poem on sheet) – limited to 1000

Label: Nuclear Blast

Genre: Power Metal

Titel: 11, Laufzeit: 38:27

Lineup
Joakim Brodén
 – Lead Vocals

Hannes Van Dahl – Drums

Pär Sundström – Bass

Tommy Johansson – Lead Guitar

Chris Rörland – Lead Guitar

Gastmusiker:
Thobbe Englund
 – E-Gitarren-Solo im Lied Fields of Verdun

Produktion Jonas Kjellgren, Mastering Maor Appelbaum, Artwork Peter Sallaí.

Tracklist

1. The Future of Warfare                                     3:26
2. Seven Pillars of Wisdom                                  3:02
3. 82nd All the Way                                             3:31
4. The Attack of the Dead Men                            3:56
5. Devil Dogs                                                       3:17
6. The Red Baron                                                 3:22
7. Great War                                                        4:28
8. A Ghost in the Trenches                                  3:26
9. Fields of Verdun                                              3:17
10. The End of the War to End All Wars              4:45
11. In Flanders Fields                                          1:57

ROCKMAGAZINE Leserbewertung - Hier kannst du deine Bewertung abgeben
[ROCKMAGAZINE Leserbewertung: 7 Durchschnitt: 4.6]
Share
Karina

Karina

Karina ist für uns an Rhein und Ruhr unterwegs. Sie hört neben Metal auch Irish Folk Punk, Deutsch- und Mittelalterrock. Kann Metal rückwärts lesen.

Danke für deinen Besuch.
Vielleicht willst du uns ja auch auf Facebook kennenlernen?
Danke für dein „Gefällt mir“!