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Russkaja – No One Is Illegal – macht einfach Spaß im Ohr – Album Review

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Wieder einmal habe ich meine Morgenrunde zur Arbeit gedreht, und weil heute ein nettes Scheibchen von unseren Freunden RUSSKAJA erschienen ist, hab ichs mir zu Gehör gebracht. Aber lest selbst:

Russkaja servieren auf „No One Is Illegal“ ein seltsam faszinierendes Gemisch aus Ska, Punk, Ragga, Funk, Rock und was weiss ich noch. Irgendwie ist diese Band stilistisch nicht einzuordnen. Aber – ganz ehrlich – einfach geil.

Mit dem Titeltrack „Love Revolution“ wird gleich eine Revolution der Liebe eingeläutet. „Love is all we need!“ poltert es in bester Ska Polka Laune aus den Lautsprechern meines Karpartenmercedes. Und ich fange schon an mitzusingen…

Druschba (You Are Not Alone) und No One Is Illegal sind Nummern mit klarer Aussage zu lustiger Musik. Jeder soll jeden gerne haben, und jeder hat gleich behandelt zu werden. So einfach geht Politik. Tanzbare noch dazu.

Here Is The News beschäftigt sich kritisch mit der Presse, mit Fake News und Propaganda. Das ganze wird mit hymnenartigem Sound präsentiert, der aber nie die Wurzeln der Band verschweigt.

Otets ist eine schöne getragene Ballade mit einem spannenden Violinintro. Freu mich schon darauf bei diesem Song mein Feuerzeug zu schwingen!

Eine rockig angehauchte Nummer mit Harmonikaklängen und der Aufforderung mehr Liebe zu schenken ist Give It All Away.

Ein wenig spanisch (oder besser gesagt Mexikanisch) kommt mir El Pueblo Unido am Anfang vor, dann entwickelt sich aber eine Mithüpfnummer allerster Sahne. Soll ich vielleicht kurz an der Bushaltestelle parken, aussteigen und ein wenig tanzen… schiesst es mir durch den Kopf.

Kosmopolit erzählt mit polternd eingängiem Rhytmus die Geschichte des Weltreisenden, der überall zuhause ist, und doch immer weiterziehen muss.

Dass die Band auch durchaus airplaytauglich ist, beweist sie mit Dance Your Tears Away. Für mich ist die Nummer ein wenig zu belanglos.

Spannend wirds bei „Wild Birds„. Ich hör ein wenig Reggae, ein wenig Tango, tollen Gesang und eine wunderschöne Aussage.

Break Down The Wall ruft alle auf, die Blockaden in ihren Köpfen niederzureissen und alles ein weniger gelassen und positiver zu sehen. Und das mit massiven Bläsereinsatz.

Mit The Best Things In Life Are Free poltert das Album einen fröhlichen Ende entgegen, und lässt mich mit einem fröhlichen Lächeln in meiner weissen Kutsche die Bundesstraße entlangkurven. Ich sage „Danke für die Musik, Russkaja!“ und gebe 8 von 10 Bängs, weil ich die Band ja hoffentlich bald auf einem Konzert rezensieren darf… und da brauche ich noch Luft nach oben.


Die Texte animieren zum Mitsingen, die Musik zum Tanzen. Und Mitsingen – das geht bei „No One Is Illegal“ beinahe wirklich. Obwohl in mehreren Sprachen gesungen wird, sind die Refrains eingängig und meist auch Englisch 😀

Die No One Is Illegal-Tour startet im März. Alle Daten in Österreich und Umgebung:

Mar 28 Thu, Nürnberg Hirsch
Mar 29 Fri, München Backstage Werk
Mar 30 Sat, Graz ppc – project popculture
Apr 6 Sat, Dornbirn  Conrad Sohm
Apr 9 Tue, Wien WUK
Apr 10 Wed, Salzburg Rockhouse
Apr 19 Fri, Steyr Kulturhaus Röda
Apr  30,Tue, Innsbruck, Treibhaus

Photo by Lukas Hueller
Photo by Lukas Hueller
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Uli

Uli

Seit den 90er Jahren journalistisch unterwegs. Sehr schlechter Schlagzeuger mit deutlichen Rechtschreibschwächen. Mitbegründer der legendären Punkrockband "The Ketchup Boys", welche 1989 ihren einzigen Auftritt hatte. Spricht mehrere Sprachen, kann einhändig Fahrrad fahren und mag Musik.

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