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Roland im Interview mit der Münchner Female-Fronted Kickass-Metal Band I SET FIRE

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Am 10. Mai bringt die Münchner Band I SET FIRE ihr lang erwartetes erstes Album mit dem Titel „Destroy – Create – Transform“ heraus. Grund genug für ein Interview, zu dem mich die Band in ihren Proberaum eingeladen hatte.

I SET FIRE, das sind Maike – Vocals, Chris & Manu – Guitars, Rainer – Bass und Flo an den Drums.

Roland (Rockmagazine): Zunächst einmal vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für dieses Interview genommen habt. Erzählt doch mal etwas darüber, wie die Band I SET FIRE entstanden ist.

Chris: In dieser Besetzung gibt es uns mittlerweile seit 3 Jahren. Natürlich haben wir vorher auch schon alle Musik gemacht aber das war so eine nicht enden wollende Findungsphase. Es braucht manchmal einige Versuche und etwas Zeit, bis sich die richtigen Leute zusammengefunden haben. Leider konnte Manu heute nicht zum Interview dabei sein, aber wir hoffen auch in seinem Sinne für die Band zu sprechen.

Roland (Rockmagazine): Wie könnte man euren Musikstil definieren?

Flo: Prinzipiell ist es die Musik, die aus uns rauskommt. Jeder hat natürlich seine Lieblingsbands. Ich bin z. B. ein großer Machine Head Fan, mag aber auch Sepultura oder Strapping Young Lad und hab früher 17 Jahre Funk und Soul gespielt. Die anderen haben Punk Wurzeln oder kommen aus irgendwelchen Rock Ecken. Wir bezeichnen unsere Musik als modern Metal. Da sind Metalcore Elemente, Hardcore Elemente und ganz normale schlichte Hardrock und Metal Teile dabei. Unser Gesang wird gerne etwas in die Arch Enemy Richtung geschoben, klar weil unsere Maike teilweise ähnlich wie Alissa klingt, wir haben aber auch clean Gesänge dabei die vielleicht ein bisschen an Sandra Nasic auf Speed erinnern.

Rainer: Wir haben grundsätzlich die Prämisse volle Energie und Power zu bringen. Klar braucht man ab und zu kleine Stellen um etwas Luft zu holen aber dann geht’s sofort wieder voll auf die Fresse. 

Maike: Genau das ist es was man zu unserer Musik sagen kann, also nicht so viel Depri, vielleicht höchstens manchmal in kleinen Teilen so eine Art Psycho Punk. Das ist mir auch in den Texten die ich singe sehr wichtig, dass es irgendwie eine positive Aggression ist und nicht nur ein ewiges Rumgejammere. Wenn ich mich hinsetze und die Texte schreibe, dann überlege ich mir schon wie ich sie formuliere, um sie wie so eine Art positives Mantra zu sehen. Ich muss die Songs ja öfters singen und wenn ich da was reinbringe, das mich irgendwann mal total runtergezogen hat, dann geht’s mir vielleicht jedes Mal wieder scheiße.

Ansonsten kann ich dem Flo auch nur beipflichten, er hat ein paar Bands genannt, bei denen ich auch voll dahinterstehe. Ich hab früher noch gerne Reggae und Nirvana gehört und erst später die härteren Sachen, aber „Never forget the roots“.

Roland (Rockmagazine): Da möchte ich kurz mal nachhaken. Maike, du schreibst die Texte. Wie kommst du auf die Themen?

Maike: Es sind viele persönliche Sachen, die ich aber immer so formuliere, dass sie auch allgemein gültig sind. Ich bin von der Art her jemand der sich gerne psychologisch seziert und mich beschäftigt auch immer sehr viel. Meistens sind es zwischenmenschliche Sachen und ich habe immer etwas die Tendenz dazu, das Kleine im Großen oder umgekehrt zu suchen. Es bleibt auf jeden Fall für jeden genug Raum für seine eigene Interpretation. Beim Titel „Selfmade Warfare“ geht es z. B. darum, dass jeder so seinen Plan fürs Leben macht und sich aber dann oft so darin verliert, dass man alle äußerlichen Einflüsse schlichtweg ignoriert und sich selbst darin gefangen hält. Es ist allgemein auch die gelebte Oberflächlichkeit. Wenn dich z. B. jemand fragt wie es dir geht, erwartet er eigentlich, dass du gut sagst und umgekehrt. Es sind oft nur Floskeln die wir austauschen. Wir haben 500 Freunde auf Facebook, kennen aber die wenigsten davon wirklich oder haben sie mal persönlich getroffen.

Rainer: Was mir bei ihren Texten auffällt ist einfach eine krasse Mehrdeutigkeit, die einen breiten Raum zur Interpretation bietet. Das macht die Texte auch in meinen Augen so interessant, weil jeder etwas für sich finden kann.

Destroy – Create – Transform

Teaser Album-Release 10.5.2019 Feierwerk

Gepostet von i set fire am Freitag, 2. September 2016

Roland (Rockmagazine): Ihr steht jetzt kurz vor der Veröffentlichung eures ersten Albums, für das ihr euch auch viel Zeit genommen habt. War es eine schwere Geburt?

Flo: Eigentlich wollten wir das erste Album schon vor etwa 3 Jahren herausbringen. Leider hat uns damals unsere Bassisten und unser Sänger aus unterschiedlichen Gründen verlassen und wir mussten uns total neu orientieren. Wir haben dann erstmal den Rainer als Bassisten dazu genommen mit dem ich früher schon Musik gemacht hatte. Rainer hatte damals mit Maike zusammen in einer Band gespielt und wir haben überlegt ob wir das Wagnis eingehen sollten, einen Sänger durch eine Sängerin zu ersetzten. Maike war zwar damals noch nicht so ultra hart drauf aber wir haben sie einfach gefragt und heute zeigt sich, dass es eine gute Entscheidung war. Zunächst war natürlich die CD erstmal auf Eis gelegt, aber es war uns allen klar, dass wir ein Album brauchen um weiterzukommen. Letztendlich ging es letzten November ins Studio, über den Winter haben wir gemischt und gemastert.

Roland (Rockmagazine): Habt ihr auch altes Material benutzt, ihr wart ja schon einmal kurz vor einem Album?

Chris: Natürlich haben wir auch einige Ideen von unserer damals geplanten CD weiter verwendet. Sie haben aber durch die neuen Texte von Maike und mit ihr als Sängerin ganz neue Impulse bekommen. Viele Songs sind aber erst in unserer neuen Konstellation entstanden.

Roland (Rockmagazine): Ich habe gesehen, das ihr bei keinem Label unter Vertrag steht. Habt ihr das noch vor oder ist in die Richtung nichts geplant?

Flo: Wir brauchten in der jetzigen Phase eigentlich noch kein Label. Die Essenz hier ist ja nicht, dass wir das große Geld verdienen und dafür irgendwelche Regeln von anderen Leuten befolgen wollen. Der Sinn für uns ist, dass wir genau das machen können was wir auch machen wollen. Wenn uns jetzt jemand unbedingt auf Tour schicken will oder meint, es wird langsam Zeit für das nächste Album und uns fällt einfach nix ein, dann ist es genau dieser scheiß Druck, den wir nicht brauchen können. Es ist nur gut, weil wir in jeder Hinsicht frei sind. Wir wollen ein gesundes Wachstum der Band und schauen, wohin es uns führt. Wir haben jetzt ein geiles Album am Start mit dem wir, wenn es so sein soll, in gute Verhandlungen treten können.

Roland (Rockmagazine): Das bringt mich auch schon zur letzten Frage. Wo wollt ihr hin? Reichen euch ein paar gute Jobs in der Umgebung oder ist Wacken, Summer Breeze, Rock Harz oder andere Festivals ein Thema.

Maike: Na klar, also wenn sowas zur Debatte bzw. in Aussicht steht, würden wir natürlich alles tun, damit wir da spielen können.

Chris: Wie ich schon mal gesagt habe, wir wollen maximale Power und positive Energy rüber bringen und wo geht sowas besser als auf großen Festivals. Man könnte es als „The Art of Bam“ bezeichnen was gewissermaßen auch unser Leitspruch ist.

Roland (Rockmagazine): Das kann man so gut als letzte Worte stehen lassen. Ich durfte ja schon vorab in euer neues Album reinhören und muss sagen, das Teil ist echt der Hammer.

Chris: Danke und vielen Dank auch von uns an dich und rockmagazine.net, dass ihr uns die Gelegenheit für dieses Interview gegeben habt.

Web & Social

www.isetfire.com

www.facebook.com/isetfireofficial

www.instagram.com/isetfireofficial

Kontakt

Booking: Christian Löbering – chris@isetfire.com | 0179 / 4957021

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Roland

Roland

Der Profi Fotograf aus Bayern. Fotoreportagen und Interviews mit Bands sind seine Leidenschaft. Unser Experte für Female Fronted, Glamrock und Bands mit seltsamen Namen.

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