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Rival Sons – Feral Roots – Der endgültige Durchbruch? Album Review

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Die Rival Sons habe ich erst spät für mich entdeckt, da ich die 2008 ins Leben gerufenen Kalifornier für einen typischen Pressehype hielt, auf der Suche nach dem „next big thing“. Das 2016er Album Hollow Bones“ habe ich aus Neugier für einen schmalen Taler in einer Aktion erworben und war sofort vom elektrifizierenden Retro Rock Vibe begeistert. Der restliche Backkatalog wurde schnell aufgestockt und die Band entwickelte sich zum Dauerbrenner auf der heimischen Anlage. Mit Spannung habe ich also auf das neue Album gewartet, welches am 25.01.2019 bei Warner/Atlantic veröffentlicht wird.

Große Überraschungen oder grundsätzliche Veränderungen im Sound der Retro Rocker beim 5. offiziellen Album – das im Eigenvertrieb angebotene Debüt „Before The Fire“ von 2009 klammere ich mal aus – bleiben aus. Im Grunde wird das fortgeführt, was auf „Hollow Bones“ schon erfolgreich mit guten Chartsplatzierungen in Europa funktionierte. (Platz 12 in D, 13 UK, 8 CH und 24 AT ). Der Schmutz unter den Fingernägeln, den es auf den ersten Platten noch vermehrt gab, wird weiter reduziert. Der Opener „Do Your Worst“ gibt sich noch rockig mit schönen „fuzzy“ Gitarren und für die großen Bühnen tauglichen Refrains zum Mitsingen. Gleiches gilt für die nächsten Stücke, bevor „Look Away“ das Tempo etwas herausnimmt, um mit dem Titeltrack „Feral Roots“ die erste wirklich coole, psychodelisch angehauchte Ballade zu präsentieren.

Sehr gelungen ist auch „All Directions“, eine weitere Ballade mit schönen atmosphärischen Gitarrensounds, und mit „Shooting Stars“  wird zum Schluss nochmal ganz großes Kino, mit Gospelchor und Breitwandsound, aufgefahren. Insgesamt hätte der Anteil der bluesgeschwängerten Garagenrocker etwas höher ausfallen können, aber letztendlich kann ich auch keinen Ausfall bei den 11 erstklassig produzierten Songs verzeichnen. Das Album wird sich sicherlich auch sehr lange auf meiner Anlage festsetzen und deshalb gibt es für „Feral Roots“ hochverdiente 9/10 Bängs.

Ich freue mich schon sehr auf die Live-Umsetzung auf der kommenden Tour im Februar.

17.02.2019 München, Backstage Werk
18.02.2019 Frankfurt, Batschkapp
22.02.2019 Berlin, Huxley’s
24.02.2019 Köln, Essigfabrik
01.03.2019 Hamburg, Docks

 

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Michael

Michael

Baujahr '67. Metalhead seit 1979. Musikalische Vorlieben: NWOBHM, Power Metal, Epic Metal, Bombast Metal, Doom, Melodic Death Metal, Alternative Rock, und alles dazwischen, Hauptsache es ist authentisch! Michael ist unser "wandelndes Musiklexikon". Es gibt nichts, was er nicht weiss. Wahrscheinlich sogar die Anzahl der Leberflecke von Elvis´ verstorbenen Zwillingsbruder Aaron!

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