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Northlane – Alien – Der Metalcore-Cocktail – Album Review

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Und schon wieder mache ich mich über das Album einer Band her die mir bis dato nicht sonderlich zusagte. Meinen ersten Berührungspunkt mit Northlane hatte ich mit dem ersten Album in dem Marcus Bridge die Vocals übernahm. „Node“ war kein schlechtes Album, für mich aber einfach nicht fesselnd und daher habe ich das folgende „Mesmer“ wieder ausgelassen.

Mit „Alien“ erwartet uns das mittlerweile fünfte Album der Truppe aus Sydney und das dritte mit Bridge als Frontmann. Entgegen meiner Erwartungen ein Schritt in die richtige Richtung, wenn gleich man schon viele andere Core-Bands heraushören kann.

Schon beim Opener Details Matter wird dies bewusst. Klingt wie ein typischer Architects-Track, ergänzt mit Synths. Bridge schreit sich seine Seele aus dem Leib. Und das klingt wirklich sehr stark, dazu die wummenden Gitarren und ein der Eskalation nahes Drumming. Oben drauf noch einige wirklich sehr unterhaltsame Tempowechsel. Gut gewählter erster Track, der keine Gefangenen nimmt und komplett ohne die Cleans von Bridge auskommt.

Einen Seelenstrip gibt es beim folgenden Bloodline, welches als erste Single released wurde. Ich würde sagen typisch Northlane, mit saustarken Cleans und einem extrem intensiven Text. Hier thematisiert Bridge seine schwere Kindheit, mit Drogenabhängigen Eltern. Sehr intensiv.

4D ist ebenfalls so ein Song der mich stark an eine andere große Core-Band erinnert. Dynamik, Aufbau, Stil. Hören wir hier die nächste While She Sleeps Single? Trotzdem bringen sie doch wieder einen eigenen Touch rein, in Form von Bridges Cleans und den schon aus dem Opener bekannten Synths.

In mitten der gewohnten, aber doch irgendwie gereifteren, Northlane Songs, die durchwegs alle wirklich zumindest gut sind, versteckt sich für mich das Highlight des Albums, Eclipse. Welches eigentlich nicht untypisch startet, bis dann die mit Stimmverzerrer modifizierten Screams hervor brechen und uns elektronische Beats gefangen nehmen. Absolut partytauglich und eine mehr als gelungene Abwechslung zum Rest des Albums.

Fazit:
Wenn man will hört man definitiv auch andere Bands aus dem Sound der Truppe heraus, dennoch ist „Alien“ ein gewaltiger Schritt nach vorne. Die neuen Einflüsse tun der Musik wirklich gut und fügen sich super ein. Ebenso wie der prominentere Einsatz der wirklich starken Screams, wenn diese jetzt noch abwechslungsreicher werden kann es Northlane meiner Meinung nach noch weit schaffen.

Fans von Metalcore, Progressive Metal, Djent und allem dazwischen können hier getrost zugreifen.

Ich vergebe 8 von 10 Bängs.

„Alien“ erscheint am 2. August via UNFD und wird als CD, Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich sein.

Line-Up:
Marcus Bridge – Vocals
Jonathon Deiley – Guitar
Josh Smith – Guitar
Nic Pettersen – Drums
Brendon Padjasek – Bass

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[ROCKMAGAZINE Leserbewertung: 8 Durchschnitt: 3.9]
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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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