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Mystik – Self Titled – Girlpower – Album Review

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Female fronted Metal Bands scheinen zur Zeit ja geradezu explosionsartig aus der Erde zu sprießen. Mystik, die sich 2016 in Stockholm zusammengefunden haben, bringen aber gleich noch mehr Girlpower mit. Neben Julia von Krusenstjerna (Vocals, Bass) bestehen Mystik aus Beatrice Karlsson (Gitarre), Lo Wikmann (Rhythmus Gitarre) und als männliche Ergänzung Steven Nilsson an den Drums.  2018 wurde ein Demo aufgenommen, und die 300 Kopien davon waren innerhalb von zwei Wochen ausverkauft. Durch fleißiges Touren konnten sich Mystik außerdem eine beachtliche Fanbase erarbeiten und damit die Spannung auf den ersten vollständigen Dreher anheizen.

Ohne Firlefanz wird von der ersten Sekunde an mit „Into Oblivian“ Gas gegeben und der Speiseplan für die nächsten knapp vierzig Minuten vorgelegt. Klassischer Heavy Metal mit starken Speed Metal Tendenzen wird hier goutiert. Das ganze klingt mit leicht okkultem Anstrich – immer wieder blitzt ein Satan, Witch, Sacrifice, Hell, Death in den Lyrics auf – wie eine Mischung aus Smoulder, Huntress, Satan’s Hallow und Lady Beast. Meine Anspieltipps wären das bedrohliche „Nightmare“, „Lake Of Necrosis“ mit auf schwedisch gesungenen Passagen und der bereits erwähnte Opener „Into Oblivian“.

Alle acht Nummern (plus ein diabolisches Outro) pflügen sich mit hoher Geschwindigkeit durchs Unterholz ohne dabei Langeweile aufkommen zu lassen, da Mystik mit der Leidenschaft eines Newcomers zu Werke gehen. Die gesangliche und handwerkliche Leistung mit der passenden rohen Produktion runden dieses beachtliche Debüt ab. Für den Nachfolger wird man sich aber weiterentwickeln müssen, vorerst gibt es von mir hier gute 7/10 Bängs für den Einstand.

„Mystik“ erscheint am 16. Mai via auf CD und Cassette über I Hate Records. Eine Vinylveröffentlichung ist für Juni geplant.

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Michael

Michael

Baujahr '67. Metalhead seit 1979. Musikalische Vorlieben: NWOBHM, Power Metal, Epic Metal, Bombast Metal, Doom, Melodic Death Metal, Alternative Rock, und alles dazwischen, Hauptsache es ist authentisch! Michael ist unser "wandelndes Musiklexikon". Es gibt nichts, was er nicht weiss. Wahrscheinlich sogar die Anzahl der Leberflecke von Elvis´ verstorbenen Zwillingsbruder Aaron!

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