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Machete Dance Club und Dave Grunewald im Interview zu Cheap Motel (Drella Version)

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Vor kurzem ist die gemeinsame Single von Machete Dance Club (im folgenden als MDC abgekürzt) und annisokay Fronter Dave Grunewald erschienen. Für mich Grund genug um mal bei den Jungs nachzubohren und in Erfahrung zu bringen was uns als nächstes erwarten wird.

Patrick (Rockmagazine): Ich denke das euch noch nicht jeder kennt. Machete Dance Club, stellt euch doch einmal bitte vor und erzählt uns was zu eurer Musik.

MDC: Servus zusammen, wir sind Machete Dance Club aus München, seit ungefähr 1 ½ Jahren zusammen unterwegs und machen 80’s/Synth/Pop mit Metalcore-Einflüssen. Wir denken das trifft es ganz gut.

Patrick (Rockmagazine): Wie kam die Zusammenarbeit zwischen euch zu Stande?

MDC: Das ging eigentlich ziemlich schnell. Tobi hatte Kontakt zu Dave’s Manager, welcher ihn direkt fragte und wir bekamen auch direkt eine Zusage von Dave. Wir waren von Dave`s Begeisterung für unsere Band und Songs überwältigt und begannen sofort am Feature-Part zu arbeiten.

Patrick (Rockmagazine): Wieso gerade Cheap Motel, welches man ja auch von eurer Debut EP kennt, und was bedeutet denn überhaupt Drella?

MDC: Cheap Motel war der erste Song, den wir als Band gemeinsam geschrieben haben. Er bedeutet uns also eine Menge, wie alle andern natürlich auch! aber Cheap Motel ist speziell. Wir haben uns also alle Songs angeschaut und sind alle damit einverstanden gewesen, dass Cheap Motel am besten für ein Shout-Feature passt. Außerdem wollten wir diesem Song noch das gewisse etwas (mehr) geben. Drella ist tatsächlich nur der Name des Clubs in dem wir gedreht haben und soll auf eine besondere „Version“ hinweisen.

Patrick (Rockmagazine): Machete Dance Club, ihr habt ja gerade im April dieses Jahrs eure EP „A Trip Outta Hell into Heaven and Back“ raus gebracht. Werkelt ihr denn bereits an neuer Musik?

MDC: Oh ja, wir gehen zwar jetzt auf Tour (22.10-29.10) und im Dezember (12.12-14.12) nochmal, sind aber jede freie Minute im Studio und arbeiten an neuen Songs. Eventuell gibt’s auf Tour auch schon den ein oder anderen zu hören

Patrick (Rockmagazine): Sind noch mehr Gastbeiträge von Dave oder anderen Musikern geplant?

MDC: Geplant ja, aber wir haben noch keine finalen Entscheidungen getroffen. Den ein oder anderen Wunschgast für die neue Platte gibt es natürlich, sind hier aber noch in Gesprächen.

Patrick (Rockmagazine): Dave, stilistisch sind Machete Dance Club ja doch sehr, sehr anders als deine Heimat-Band annisokay. Musstest du erst überlegen ob du es machst oder stellte dieser Unterschied gerade den Reiz der Zusammenarbeit dar?

Dave: Ich bin gerne ein Mensch der Sachen probiert um seinen Horizont zu erweitern. Außerdem wenn man mit 80s Sound um die Ecke kommt, wie es Machete Dance Club machen, trifft man bei mir genau den richtigen Trigger.

Patrick (Rockmagazine): Werden wir Dave auch auf eurer Herbst Tour oder eurer Jahresabschluss Tour sehen?

MDC: Tatsächlich ist es für das Zwickau Date auf der Herbst Tour geplant. Wir sind schon richtig aufgeregt, Chris vor allem, weil Dave so groß ist und seine fake-fur Jacke hässlich findet.

Patrick (Rockmagazine): Man konnte ja auch in der EP Version von Cheap Motel ein paar Screams hören. Werden diese auch in den kommenden Songs Einzug finden?

MDC: Wir sind mitten im Schreibprozess aber es kristallisiert sich schon heraus, dass es wieder hier und da Screams geben wird. Das ist einfach wo wir alle eigentlich herkommen und wir wollen das nicht komplett ablegen.

Patrick (Rockmagazine): Machete Dance Club und Dave, wie wichtig findet ihr es in der heutigen Zeit mit Musik eine Message zu transportieren?

MDC: Eine Message ist wichtig, ganz klar. Vor allem in der heutigen Zeit mit all dem rechten Gesocks, welches immer mehr an die Oberfläche kriecht. Machete ist nicht wirklich politisch, wir bauen auf Emotionen und haben eine etwas allgemeinere Message: Hört auf mit dem Scheiß! Wir sind alle zur gleichen Zeit auf diesem Planeten und wir sind alle unschuldig geboren worden. Liebe wen du willst, mach Party mit wem du willst, denn es ist egal welche Hautfarbe du hast oder welcher Nationalität du angehörst. Egal welcher Religion du dich verschrieben hast oder auf welchen Scheiß du stehst, aber bitte hört auf mit dem Krieg, der Hetze, Cybermobbing oder jeglichem anderen unnützen Scheiß. Wir sind müde euch Dinge erklären zu müssen, welche selbstverständlich und undiskutabel sind. #language

Dave: Ich finde Musik muss in erster Linie Emotionen erzeugen, da kann auch der Text mal völliger Quatsch sein. Jedoch komme ich aus der Hardcore-Punk Ecke und da sind natürlich auch die Lyrics ein wichtiges Thema, wenn man mit dem Text und dem Sound die erzeugten Emotionen des Songs multipliziert, hat man alles richtig gemacht!

Patrick (Rockmagazine): Wie seht ihr den großen Rap-Hype, der sich vor allem in der deutschen Musiklandschaft entwickelt hat. Auch bezogen auf die teils sehr explizite Sprache.

MDC: Es ist schwierig, ganz schwierig. Auf der einen Seite hören auch wir teilweise Rap wie z.B. unseren Kollegen Kummer (Solo-Projekt des Kraftklub Sängers), welcher mit „KIOX“ ein grandioses Debut hingelegt hat. Auf der anderen Seite gibt es da Leute wie Capital Bra oder ähnliches, womit wir einfach gar nichts anfangen können. Gänzlich verstehen können wir den Hype um diese Künstler immer noch nicht. Capital hat mehr Platzierungen als die Beatles, wie auch immer das funktioniert hat, das ist erschreckend. Wir sind aber nicht in der Position zu entscheiden welche Musik seine Daseinsberechtigung hat und welche nicht, von daher, alles gut. Der Hype geht auch vorbei. Bzgl. dieser „expliziten“ Sprache, wissen wir ehrlich gesagt nicht wo wir anfangen sollen, von daher belassen wir es bei: wtf?!

Patrick (Rockmagazine): Wie wichtig oder auch möglich ist es in der heutigen Zeit wo es gefühlt alles schon zig mal gegeben hat als neue Band seinen eigenen Stil zu finden?

MDC: Wir finden das unfassbar wichtig. Es geht nicht darum das Rad neu zu erfinden, das machen wir ja auch nicht. Wir benutzen nur verschiedene Rohstoffe um ein Rad zu bauen. Chris und Tobi sind hier und da als Jurymitglied bei Bandcontests vertreten. Das ist unfassbar interessant, wie viele Bands versuchen etwas Neues zu kreieren und das ist einfach toll. Man sieht aber auch zum 500. Mal die Classic Rocker von nebenan. Das zeigt eigentlich wie wichtig es ist nicht zu kopieren oder zu remaken.

Patrick (Rockmagazine): Abschließend welches Ziel habt ihr für die Zukunft?

MDC: Wir spielen jetzt erstmal zwei hammer Touren mit wundervollen Menschen. Wir sind überzeugt, dass wir einen Riesenspaß haben werden und Ende diesen – Anfang nächsten Jahres, werden wir unseren Fokus auf die Studioarbeit legen. Wir haben nächstes Jahr einiges vor und freuen uns wenn alles final ins Rollen kommt.

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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