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Live Review – Architects, Beartooth, Polaris – 29.01.2019 Planet TT Bank Austria Halle, Wien

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Gestern wurden wir Zeugen, wie Metalcore vom Feinsten heutzutage funktioniert, als Barracudamusic zum Konzert der englischen Metalcore Vorzeigeband ARCHITECTS rief.
Die Jungs um Gründungsmitglied und Drummer Dan Searle punkteten auf ganzer Linie; doch Moment,… Lasset uns von vorne beginnen!

Bei der Planet TT Bank Austria Halle im Gasometer angekommen, wird uns schnell klar, dass wir in der Zeit zurückgeworfen werden. Zumindest, was unser Alter angeht. Der Altersschnitt des bereits anwesenden Publikums ist sehr niedrig und so mancher scheint seinen Emo Kinderschuhen erst vor kurzem entwachsen zu sein. Nichts desto trotz macht es Spaß mittendrin zu sein, auch wenn die ausverkaufte Halle dank Polaris, die den Reigen bereits um 19:30 eröffneten schon recht aufgeheizt ist.

Der Umbau für Beartooth, eine 2012 in Ohio gegründete Band dauert nicht sehr lange und pünktlich um 20:15, welch Ironie, genau zum Hauptabendprogramm der Senioren zu Hause *Sarcasm off* betreten Caleb Shomo und seine Jungs das Parkett. Die Crowd ist schon mal sehr glücklich, als sie als das beste Publikum der gesamten Tour angefeuert wird. Shomo shoutet Altbekanntes, was das Zeug hält und man realisiert, dass hier einige nicht zum ersten Mal als bestes Publikum der Amerikaner bezeichnet  werden und auf ihre Kosten kommen.
Dass die Band vollends auf ein elektronisches Element verzichtet um Hardcore und Punklastiger zu klingen, hört und spürt man mit jedem Riff.

Nach einer gefühlten Ewigkeit und einem Umbau der Bühne, der auf Großes hoffen lässt, betreten endlich die Headliner Architects die Bühne. Es wird nicht lange gefackelt, sondern umgehend mit einer irren Lichtshow und dem Kracher Death is not Defeat durchgestartet. Holla die Waldfee geht hier das Publikum von der ersten Sekunde mit!
Kein Verschnaufen, als als zweiter Burner gleich Modern Misery folgt. Erst nach Nhilist greift Samuel David Carter zum Sprechmikro und begrüßt die ekstatische Menge mit viel Herz.

Dies wird ihm umgehend bei Broken Cross mit einem Circle Pit gedankt. Als fünften Song endlich kommt der Headliner Song der Tour Holy Hell und auch Nichtwissende spüren, wie viel Emotion in diesem Song steckt. Die Band sagte vor kurzem, dass sie den Tod von Gründungsmitglied und Gitarristen Tom Searle († 2016) mit diesem Album, dem ersten ohne ihn, verarbeiten wollen. Es sei Ihnen geglückt, was ihnen angesichts der Tragik gewünscht ist;
das Publikum jedenfalls dankt mit enthusiastischem Applaus und Sprechchören bei jeder Zeile.
Generell fällt auf, dass die Leute hier, egal in welchen Ecken des Metal sie sich heimisch fühlen, textsicher sind und gut aufgepasst haben, denn sie wissen wie man richtig geiles  Crowdsurfing betreibt!

Was will man mehr? So geht Metalcore! Die Architects sind meiner Meinung nach die perfekte Vorzeigeband für modernen, progressiven Metalcore.

Mein Fazit: Die Show rockt! Das Publikum ebenso! Ich vergebe 9/10 shoutende Bangs für Carter und seine Jungs. Der letzte Bang sei den zum Teil nicht existenten Gitarren Riffs geschuldet, was dem Gesamtbild nicht wirklich geschadet hat. Mindestens ein Bang geht als Bonus an die Supportbands Beartooth und Polaris.

 

Setlist Architects

Death Is Not Defeat
Modern Misery

Nihilist
Broken Cross
Holy Hell
Royal Beggars
Gravedigger
Mortal After All
Downfall
Naysayer
These Colours Don’t Run
A Match Made in Heaven
Hereafter
A Wasted Hymn

Encore:
Memento Mori (middle section only)
Gone With the Wind
Doomsday

 

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MetalliCat

MetalliCat

Adriana alias MetalliCat - KittyCat mit Vorliebe für metallerne Klänge; besonders im progressiven Rock und Metal, Postrock, Poprock, Stonerrock und Alternative zu Hause.

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