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Jordan Rudess – Wired for Madness – die ganz persönliche Seite des Künstlers – Album Review

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Kennern zeitgenössischer Musik, insbesondere Rockmusik, ist der Name Jordan Rudess kein fremder, ist er doch mittlerweile jahrzehntelanger Keyboarder der Progband Dream Theater. Mit diesen veröffentlichte Rudess übrigens erst am 22.02.2019 das Album Distance over Time (wir berichteten und rezensierten online)

Nun ist es soweit und Jordan Rudess veröffentlicht am 19.04.2019 über Music Theories Recordings / Mascot Label Group sein Soloalbum Wired for Madness.

Wer die Szene schon länger beobachtet, weiß, dass Rudess neben zahlreichen Seitenprojekten auch mit den Dixie Dregs zusammenspielte. Aus dieser Verbindung stammt übrigens die Kooperation mit dem Drummer Rod Morgenstein. Woran sich nun vermutlich nur noch die hartgesottenen unter euch erinnern, ist die legendäre Jam Session von Jordan Rudess und Rod Morgenstein nach einem Stromausfall bei einem Auftritt der Dixie Dregs – nur das Schlagzeug und das USV angeschlossene Keyboard waren zu hören.
Warum ich euch dies hier in Erinnerung bringe? Weil es genau der Spirit dieser besagten Jam Session ist, den wir nun auf Wired for Madness wiederfinden. Alleine der Titeltrack Wired for Madness Part1, der bereits von Jordan Rudess veröffentlicht wurde und unter anderem auf youtube zu hören ist, entführt den Hörer in alle Sphären der experimentellen Musik.

Zum Video geht’s hier:

Neben erwähntem Schlagzeuger Rod Morgenstein haben auf Wired for Madness viele weitere Musikgrößen und Kollegen des Künstlers Gastauftritte. So zum Beispiel Drummer Marco Minnemann, Dream Theater Frontmann und Sänger James LaBrie, Gitarrist Vinnie Moore, Guthrie Govan, Joe Bonamassa und John Petrucci. Sie alle verstehen das Mastermind Jordan Rudess mitsamt seinen verrückt anmutenden experimentellen Talent und Gespür für Musikkompositionen und bringen sich gekonnt und professionell ein.

Obwohl Wired for Madness Part1 den Beginn der Geschichte der Transformation eines Mannes vom Menschen zum Roboter erzählt, ist das Album selbst kein Konzeptalbum. Generell überrascht die Scheibe mit allerhand Unerwartetem! Seid gespannt, welche progressiven Elemente ihr zu hören bekommt! Soviel sei gesagt: Von Jazz bis Blues ist einiges dabei.

Der Künstler selbst sagt von sich, dass er wie eine Antenne, neue Ideen und Inspirationen von Musik in seinem Umfeld wahrnimmt, diese absorbiert und in einem weiteren Prozess seine ganz eigenen  Abwandlungen davon macht; diese wiederum werden in seiner Musik verarbeitet. Genau so klingt dieses Soloprojekt auch: Viele Einflüsse, die am Ende sehr harmonisch eine Einheit bilden.

Vorbestellen könnt ihr das Album hier:
http://smarturl.it/JordanRudess-MLG

Mein Fazit: Für Jordan Rudess Liebhaber ebenso geeignet wie für langjährige Progfans. Anfänger benötigen vermutlich zwei bis drei Anläufe, um die Komplexität der Musik zu erkennen, werden es vermutlich dann aber auch lieben.

Von mir gibt es 8 von 10 Bängs!

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MetalliCat

MetalliCat

Adriana alias MetalliCat - KittyCat mit Vorliebe für metallerne Klänge; besonders im progressiven Rock und Metal, Postrock, Poprock, Stonerrock und Alternative zu Hause. Zusammen mit Frank bildet sie "unser Team in Wien" und besucht jede Menge Konzerte dort.

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