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Imminence – Turn The Light On – Best Of Both Worlds – Album Review

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Imminence kommen nach gerade mal zwei Jahren mit ihrem bereits dritten Album zurück und füllen mit „Turn The Light On“ die großen stilistischen Gräben zwischen dem Debut „I“ und „This Is Goodbye“.

Mit „This Is Goodbye“ wurde ein sehr kommerziell ausgerichteter Weg eingeschlagen. Die sehr guten Screams von Sänger Eddie Berg wurden komplett gestrichen. Für mich, der dieses Album heute noch gerne auflegt, war klar: die musikalisch harten Zeiten der Band sind gestrichen. Warum sollte man auch noch mal den Weg zurück gehen wenn man so sicherlich viele Leute erreichen kann?

Aber warum sollte man auch das machen was vermutlich jeder erwartet, denn „Turn The Light On“ ist ein Hybrid aus dem brettharten „I“ und dem oben erwähnten „This Is Goodbye“. Das haben schon die Vorabsingles klar gemacht.

Album Nummer 3 bietet also so schon ordentlich Abwechslung und wartet neben einer wunderbaren Melange aus Screams und zum nieder knien schönen Cleans auch mit weiter ausgebauten Facetten im Sound auf. Vor allem Klavier und Geige wurden noch stärker in die Musik der Band eingebaut und verleihen den Songs eine wunderbar düstere Theatralik, welche wiederum dem vermeintlichen Konzept des Albums zugute kommt.
Die Tracks des Albums beschäftigen sich sehr mit den schweren, düsteren Zeiten des Lebens, lassen aber immer einen Funken Hoffnung durch scheinen.

Wie schon so oft in diesem Jahr fällt es mir schwer hier Songs hervorzuheben, da das Album druchwegs ein extrem hohes Niveau hält.
Ein paar Nummern gibt es aber doch die noch herausstechen. Zum einen das bereits 2015 veröffentlichte The Sickness, für mich der beste Song der Band und ich freue mich wirklich sehr das es der Track noch auf ein Album geschafft hat. Vier Minuten feinstes Geknüppel, garniert mit einem unglaublich intensiven Refrain der vor Schmerz nur so strotzt.

Ebenso vom Hocker gehaut wie The Sickness hat mich Saturated Soul. Für mich der ruhigere kleine Bruder von The Sickness, mit ähnlicher Intensität. Bietet im Vergleich um einiges weniger Screams und kommt mit leicht gemäßigtem Tempo daher.

Death Of You stellt dann auch noch hervorragend unter Beweis welche Gänsehaut-Balladen die Band in der Lage ist zu zaubern. Neben Eddies hammer Stimme nur von Synthies, Drums und einer Geige begleitet. Noch nie klang der Gesang bei Imminence so zerbrechlich wie hier. Für mich das Highlight: die Computer-Stimme am Ende des Songs, die Death Of You mit dem wiederholten Einsatz der Phrase Turn The Light On beendet.

Generell muss man wirklich sagen der Albumtitel wird sehr oft direkt zitiert. Eine Idee die mir sehr gut gefällt und die ganze Sache eben wirklich rund macht.

Fazit:
Ein Wahnsinn. Ein Wahnsinn welch ein abwechslungsreiches und hoch emotionales Album Imminence hier auf die Menschheit loslassen.

Ein Album das sich Fans der „Sempiternal“-Ära von Bring Me The Horizon nicht entgehen lassen dürfen und auch alle anderen die mit einer ausgewogenen Mischung aus Screams und Cleans, Heavyness und Softness etwas anfangen könnnen.

„Turn The Light On“ bekommt von mir mehr als verdiente 9 von 10 Bängs. Ein grandioses Metalcore-Album.

„Turn The Light On“ erscheint am 26. April via Arising Empire und wird als CD, Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich sein.

Line-Up:
Christian Höijer – Bass
Harald Barrett – Guitar
Eddie Berg – Vocals
Peter Hanström – Drums

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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