Album Reviews, Bilder / Video, Reviews

Grand Magus – Wolf God – Wikinger im Wolfspelz – Album Review

grand-magus-wolf-god-wikinger-im-wolfspelz-album-review

Die Stockholmer Grand Magus gehören nach über zwanzig Jahren Bandgeschichte inzwischen auch schon zu den Szeneveteranen. Begann man auf dem selbstbetitelten Debütalbum „Grand Magus“ (2001) noch  mit sattem Stoner/Doom Metal, entwickelte die Band ihren Sound von Album zu Album weiter, bis mit „Iron Will“ (2008) ihr Signature Sound in schleppenden Heavy Metal Rhythmen mit ordentlichem Wikinger Pathos gefunden wurde. Seitdem wurde der Sound des Trios nur noch marginal verändert, was ihnen eine treue Fanbase verschafft. Dieser eng gesteckte musikalische Rahmen von Grand Magus birgt natürlich einerseits die Gefahr der Wiederholung, allerdings weiß der Fan, ähnlich wie bei Amon Amath oder Overkill, was einen auf einem neuen Album der Schweden erwartet.

Eingeläutet wird das Album mit „Gold and Glory“, einem gut zweiminütigen Game of Thrones-artigen Intro mit tiefen Celloklängen, und Bilder von Drachenbooten, dickbäuchigen, bärtigen mit Schwertern und Schildern bewaffneten Wikingern bauen sich vor meinem geistigen Auge auf, ehe das Titelstück „Wolf God“ das Zepter übernimmt und mit einem feinen, stampfenden Banger nach bestem „Iron Will“ Vorbild Lust auf mehr macht. Ein Bassintro leitet das temporeichere Stück „A Hall Clad in Gold“ ein, ehe im Chorus auf bewährte Midtempo Passagen zurückgegriffen wird. „Brother Of The Storm“ ist wieder ein pathetischer Banger, der jedes Wikingerherz im Sturm erobert. Danach ist erstmal die Luft etwas raus und Grand Magus haben mit „Dawn Of Fire“ und „Spear Thrower“ zwei Standards im Gepäck, die bestimmt nicht schlecht sind, aber auch keine Akzente setzen. Erst „Glory To The Brave“ rüttelt mich mit wieder wach und lässt mich die Faust wieder Richtung Walhalla strecken. Eine Nummer, die Live mit Sicherheit super funktioniert. Auch „He Sent Them All To Hell“ kann wieder mit seinem eingängigen Refrain überzeugen, ehe das Tempo mit dem Rausschmeißer „Untamed“ nochmal etwas angezogen wird und dieser sich für mich sogar als Anspieltipp neben dem Titeltrack entpuppt.

Unter dem Strich können Grand Magus für mich nach den letzen beiden doch etwas enttäuschenden Alben „Triumph And Power“ (2014) und „Sword Songs“ (2016) wieder etwas Boden gut machen, was mir für „Wolf God“ knappe 8/10 Bängs wert ist, da die meisten Songs doch gut unterhalten, auch wenn die Band ihr musikalisches Spektrum erweitern sollte, um sich nicht durch ewige Wiederholungen im Kreise zu drehen.

„Wolf God“ erscheint am 19. April bei Nuclear Blast in den verschieden labeltypischen Varianten.

Line Up:

Janne „JB“ Christoffersson (Gitarre, Gesang)
Mats Fox Hedén Skinner (Bass)
Ludwig Witt (Schlagzeug)

 

ROCKMAGAZINE Leserbewertung - Hier kannst du deine Bewertung abgeben
[ROCKMAGAZINE Leserbewertung: 0 Durchschnitt: 0]
Share
Michael

Michael

Baujahr '67. Metalhead seit 1979. Musikalische Vorlieben: NWOBHM, Power Metal, Epic Metal, Bombast Metal, Doom, Melodic Death Metal, Alternative Rock, und alles dazwischen, Hauptsache es ist authentisch! Michael ist unser "wandelndes Musiklexikon". Es gibt nichts, was er nicht weiss. Wahrscheinlich sogar die Anzahl der Leberflecke von Elvis´ verstorbenen Zwillingsbruder Aaron!

Danke für deinen Besuch.
Vielleicht willst du uns ja auch auf Facebook kennenlernen?
Danke für dein „Gefällt mir“!