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Famous Last Words – Arizona – Kleine Wundertüte – Album Review

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Als Famous Last Words ein neues Album ankündigten war die Freude riesig, schließlich sind sie mit unter eine meiner absoluten Lieblingsbands. Diese Ankündigung hatte jedoch zwei Haken.

Zum Einen ist „Arizona“ mit gerade einmal fünf Songs, welche sich im Bereich von drei bis vier Minuten Länge befinden, eher als Mini-Album zu bezeichnen.
Und zum Anderen liegt uns hier kein Konzeptalbum im Sinne der ersten drei Alben der Jungs vor. Viel mehr gewährt es einen Einblick in die Welt einer Band, die am Ende des Jahres 2017 nicht wusste wie und ob es mit Famous Last Words weitergeht. Dies macht das Mini-Album zum bisher persönlichsten Werk der Band.

Mit „Arizona“ haben sie sich stilistisch wieder weiterentwickelt. Nach wie vor spielen die Jungs Post-Hardcore ähnlich wie zum Beispiel Alesana, verfeinern diesen Stil aber immer weiter und geben jedem Release einen ganz speziellen Touch. Nachdem auf dem letzten Album „The Incubus“ das Chaos regierte und sie dort gewöhnliche Song-Strukturen gern ein mal ignoriert haben gehen sie hier wieder um ein vielfaches „bewusster“ zu Werke.

Runaways leitet das Mini-Album ruhig mit der schluchzenden Stimme von Sänger Jeremy „JT“ Tollas ein, welche im weiteren Verlauf der Nummer immer kräftiger wird und von den Breakdown-unterstützten wie immer richtig starken Screams, welche ebenfalls von JT kommen abgerundet wird. Gewohnte Qualität die hier geboten wird.

Die weiteren Nummern bieten was man von Famous Last Words erwartet. Catchy Refrains, eine ordentliche Hook und das grandiose Wechselspiel zwischen Screams und Cleans.

Doch auch experimenteller kommen sie daher, so wie in Scream. Aktuell mein liebster Song der Band. Hier wird viel mit Synths gearbeitet und von den großartigen Screams dominiert, welche im eingängigsten Refrain der Bandgeschichte von den Cleans abgelöst werden. Insgesamt klingt es mehr nach Metalcore als der Rest des Mini-Albums. Wirklich tolle Nummer.

Fazit:
Ich hoffe wirklich das den Jungs um JT mit dieser Sammlung persönlicher Ohrwurm-Songs endlich der Durchbruch gelingt. Handwerklich kann man, wie gewohnt, absolut nichts beanstanden. Es wird ein top Post-Hardcore Mini-Album geboten.

Ob sie wieder den Weg der Geschichtenerzähler gehen wird sich weisen, doch wenn die Musik so eine Qualität bietet kann ich auch auf eine Story verzichten.

Fans von Bands wie Alesana, Ice Nine Kills, Crown The Empire und Silverstein können hier bedenkenlos und blind zu greifen.

Ich vergebe hervorragende 9 von 10 Bängs.

„Arizona“ erscheint am 17. Mai via SBG Records und wird als CD, Digitales Album und Stream erhältlich sein.

Line-Up:
Jeremy „JT“ Tollas – Vocals
Cody Paige – Drums
Tyler Myklebust – Bass
Evan Foley – Guitar

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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