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Enforcer – Zenith – Diskussionsstoff – Album Review

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Als sich Enforcer 2004 im schwedischen Nirgendwo aufmachten, um die Metalszene mit reinrassigem Speed Metal nach dem Vorbild amerikanischer Bands der 80er Jahre wie Agent Steel oder Exciter neu aufzumischen, waren sie die Vorreiter einer neuen Welle schwedischer Heavy Metal Acts, die in den folgenden Jahren Bands wie RAM, Air Raid oder Skull Fist an die Oberfläche spülte. Nach den ersten beiden reinrassigen Speed Metal Geschossen, kamen Enforcer mit der dritten Scheibe bei Nuclear Blast unter Vertrag und lieferten 2013 mit „Death By Fire“ ihr  Referenzwerk ab. Schon da zeichnete sich ein leicht modifizierter Sound ab, der mehr Abwechslung in die Songs brachte. Das wurde mit dem 2015er Werk „From Beyond“ noch weiter ausgebaut. Geschwindigkeit um jeden Preis wurde gegen ausgefeilteres Songwriting und mehr Melodie eingetauscht, was dem Album mehr Dynamik verschaffte.

Jetzt kommt mit „Zenith“ die nächste Entwicklungsstufe und die bringt noch viel mehr Veränderungen mit sich. Deutlich hardrocklastiger gestalteten sich der Opener „Die For The Devil“ (die Scorpions lassen grüssen), „One Thousand Years Of Darkness“ (mit massivem Keybordeinsatz) und „Zenith Of The Black Sun“ (klasse Nummer!). Mit „Regrets“ und „Forever We Worship The Dark“ folgen modernere Rocksongs, die mich irgendwie sogar an Ghost erinnern. Das Gaspedal wird nur bei „Searching For You“ und „Thunder And Hell“ mal annähernd durchgetreten. Sogar progressive bis epische Nummern wie „Sail On“ oder Ode To Death“ finden sich zum Schluss noch zwischen den zehn Nummern auf dem Album.

Ich muss zugeben, dass ich zunächst mit der großen Veränderung im Gesamtsound von „Enforcer“ meine Schwierigkeiten hatte, mit jedem weiteren Durchlauf haben sich dann doch einige richtig starke Songs darauf abgezeichnet („Zenith Of The Black Sun“, „Forever We Worship The Dark“), aber eben leider auch ein paar Songs, die immer noch nicht zünden ( „One Thousand Years Of Darkness“, „Sail On“), so dass ich mich trotzdem schwer tue, mehr als 7/10 Bängs für ein mutiges Album zu vergeben. Das Album wird mit Sicherheit für Diskussionsstoff bei den Fans sorgen.

„Zenith“ erscheint am 26. April via Nuclear Blast.

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Michael

Michael

Baujahr '67. Metalhead seit 1979. Musikalische Vorlieben: NWOBHM, Power Metal, Epic Metal, Bombast Metal, Doom, Melodic Death Metal, Alternative Rock, und alles dazwischen, Hauptsache es ist authentisch! Michael ist unser "wandelndes Musiklexikon". Es gibt nichts, was er nicht weiss. Wahrscheinlich sogar die Anzahl der Leberflecke von Elvis´ verstorbenen Zwillingsbruder Aaron!

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