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Edenbridge – Dynamind – Im Spannungsverhältnis der Gegensätze – Album Review

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Die österreichischen Symphonic Metaller Edenbridge um Multiinstrumentalist und Kreativkopf Arne „Lanvall“ Stockhammer und Sängerin Sabine Edelsbacher wurden 1998 aus der Taufe gehoben. In dieser Zeit wurde das Genre, das von epischen, orchestralen Songs mit opernhaften klassischem Frauengesang definiert wurde, durch Bands wie Nightwish oder Within Temptation und eben Edenbridge dominiert. Seit ihrem Debütalbum „Sunrise in Eden“ (2000) haben Edenbridge sich durch kontinuierliches Touren und regelmäßige Albumveröffentlichungen einen weltweiten Bekanntheitsgrad erspielt. Auch diverse Besetzungswechsel haben die Band auf diesem Weg nicht bremsen können. Inzwischen wird das Line Up mit Dominik Sebastian (Lead- & Rhythm guitars), Johannes Jungreithmeier (Drums) und Stefan Gimpl (Bass) vervollständigt.

Edenbridge haben auf ihrem inzwischen zehnten Studioalbum ihren Sound weiter entschlackt und setzen somit den eingeschlagenen Weg des letzten Albums „The Great Monumentum“ fort. Schon der Opener „The Memory Hunter“ startet mit einem fetten Riff und vergleichsweise harschen Rhythmen, die von dezent eingestreuten Keyboardsounds und Sabines charismatischem Gesang entschärft werden. Das steht der Band gut zu Gesicht und glücklicherweise findet sich eine Reihe weitere Horns Up Nummern auf „Dynamind“ – ein wirklich passendes Wortspiel zur Ausrichtung des Albums, wie z.B.„Where Oceans Collide“. Durch sattes Power Drummig und Stakkato Riffs als Grundgerüst (immerhin stehen mit Johannes Jungreithmeier und Dominik Sebastian die Hälfte der Melo-Death-Metaller Thirdmoon im Line-Up) gehört die Nummer wohl zu den Härtesten, die man von den Oberösterreichern bisher serviert bekommen hat. Natürlich sind auch weiterhin die symphonischen Trademarks von Edenbridge zu hören. Besonders gelungen finde ich dabei das facettenreiche The Edge Of Your World„. Dort wird die Härte der erstgenannten Songs gekonnt mit großen symphonischen Arrangements und verspielten Gitarrenmelodien verbunden. What Dreams May Come bietet ebenfalls diese Kombination von abwechslungsreichen symphonischen Strukturen, kombiniert mit einem einprägsamen Gitarrenriff. Das irisch inspirierte Thema in „On The Other Side“ zeigt eine weitere Seite im Sound und versprüht eine gewisse heitere Stimmung, ebenso wie die eingängige Midtemponummer „Live And Let Go“, zu der es ein Lyric Video gibt. Das großartige Finale des Albums bildet aber das epische, mehr als zwölfminütige „The Last Of His Kind“ und dem direkt abschließenden leisen, fast schon intimen Titelsong „Dynamind“, mit dem die Linzer ganz in Tradition ihrer letzten beiden Werke einen monumentalen Longtrack ans Ende des Albums stellen.

Insgesamt ist der Band somit ein überaus abwechslungsreiches Album gelungen, das die etwas ausgetretenen Pfade des female fronted Symphonic Metal auch mal mutig verlässt. Komponist Lanvall hat zehn atmosphärisch dichte Kompositionen geschaffen. Persönlich gefallen mir die entschlackten, gitarrenlastigen Songs am Besten. Davon gibt es ja auch reichlich auf „Dynamind“ zu hören. Sabine Edelsbacher versucht sich nicht krampfhaft in Sophranstimme, sondern singt songdienlich und transportiert dabei viel Gefühl. „Dynamind“ ist nicht nur für Symphonic Metal Fans empfehlenswert und mir 8,5/10 Bängs wert.

EDENBRIDGE „Dynamind“ erscheint am 25. Oktober via 2019Steamhammer / SPV in den Formaten:  – DigiPak CD incl. bonus CD – 2 coloured (blue with black swirls) Gatefold LPs with printed innersleeves, CD in paper sleeve – Boxset incl. Digi 2CD, necklace, plectrum, button, sticker and many more. Limited to 300 copies, only  D/A/CH  

Tracklisting:
CD 1
1. The Memory Hunter 5:02
2. Live And Let Go 4:28
3. Where Oceans Collide 4:07
4. On The Other Side 4:48
5. All Our Yesterdays 4:56
6. The Edge Of Your World 5:50
7. Tauerngold 5:34
8. What Dreams May Come 5:58
9. The Last Of His Kind 12:11
10. Dynamind 2:11

CD 2 
1. The Memory Hunter (Instrumental) 5:02
2. Live And Let Go (Instrumental) 4:28
3. Where Oceans Collide (Instrumental) 4:07
4. On The Other Side (Instrumental) 4:48
5. All Our Yesterdays (Instrumental) 4:56
6. The Edge Of Your World (Instrumental) 5:50
7. Tauerngold (Instrumental) 5:34
8. What Dreams May Come (Instrumental) 5:58
9. The Last Of His Kind (Instrumental) 12:11
10. Dynamind (Instrumental) 2:11

Webseite : http://www.edenbridge.org

Facebook: https://www.facebook.com/EdenbridgeOfficial/

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Michael

Michael

Baujahr '67. Metalhead seit 1979. Musikalische Vorlieben: NWOBHM, Power Metal, Epic Metal, Bombast Metal, Doom, Melodic Death Metal, Alternative Rock, und alles dazwischen, Hauptsache es ist authentisch! Michael ist unser "wandelndes Musiklexikon". Es gibt nichts, was er nicht weiss. Wahrscheinlich sogar die Anzahl der Leberflecke von Elvis´ verstorbenen Zwillingsbruder Aaron!

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