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Dirty Rats – Rock ’n‘ Roll – Töchter, sperrt eure Mütter ein – CD Review

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Nach über 30 Jahren Bandgeschichte liegt nun das offizielle Debüt (ich zähle die ’87 selbstveröffentlichte 4 Track EP „Play it Loud“ mal nicht mit) der australischen Rocker Dirty Rats vor. Anfang 2000 startete Bassist Jamie Beovick als einzig verbliebenes Originalmitglied einen neuen Versuch, die Band mit neuen Mitgliedern voranzubringen. Erklärtes Ziel der Band ist es nun nicht mehr, die Töchter mit ihrem kernigen Rock ’n‘ Roll zu erobern, sondern die Mütter…

Der Name der Scheibe ist Programm! Hier wird nicht nach Perfektion oder spielerischen Feinheiten gestrebt, sondern ein authentischer schmutziger Straßensound, wie wir ihn von ihren Landsmännern Rose Tattoo kennen. Dem Vergleich müssen sich die Dirty Rats wohl immer stellen – bei der Nähe zum Sound der Melbourner. Leider können sie dabei nur verlieren, denn Sänger Wayne „Richie Rat“ Rich hat nicht annähernd das Charisma eines Angry Anderson. So tönen die 8 Kompositionen plus die Coverversion des Vanda & Young Hits „Yesterday Hero“ zwar dreckig aus den Lautsprechern und man wähnt sich in einem abgerissenenen Pub irgendwo im Hinterland, aber der übermächtige Schatten der Tatts läßt die Rats vergleichsweise blass erscheinen. Als Anspieltipp würde ich den Opener des Albums „Not Alone“ und das mit einem an AC/DC erinnernden Beat „Rat Town“ nennen. Mehr als 6/10 Bängs kann ich dafür aber nicht in die Runde werfen!

Erschienen ist die Scheibe am 4. Dezember auf Sliptrick Records.

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Michael

Michael

Baujahr '67. Metalhead seit 1979. Musikalische Vorlieben: NWOBHM, Power Metal, Epic Metal, Bombast Metal, Doom, Melodic Death Metal, Alternative Rock, und alles dazwischen, Hauptsache es ist authentisch! Michael ist unser "wandelndes Musiklexikon". Es gibt nichts, was er nicht weiss. Wahrscheinlich sogar die Anzahl der Leberflecke von Elvis´ verstorbenen Zwillingsbruder Aaron!

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