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Devil May Care – Echoes – Spuren im Sand – Album Review

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Was bleibt wenn wir gehen? Wird man sich an uns erinnern? Diese Fragen bilden das Kern Thema von „Echoes“, ebenso wie es den Abschied von einem geliebten Menschen darstellt.

Devil May Care aus Würzburg servieren uns hier einen wahren Post-Hardcore Schatz, den ich irgendwo zwischen Silverstein und Rise Against einordnen würde.

Das zeigt schon der druckvolle Opener Dead Ember, der so auch von den oben erwähnten Silverstein hätte kommen können. Instrumental auf den Punkt, mit ordentlich Wumms, dazu die kraftvollen Cleans von Sänger und Gitarrist Tim Heberlein und die satten wohlüberlegt eingesetzten Screams. Bomben starker Einstieg, der mit den folgenden Tracks fortgeführt wird.

Die erste leichte Verschnaufpause gönnen sich die Jungs mit Titel Nummer 4, L.I.A.R., welcher anfangs als Power-Ballade daher kommt, bis im letzten Drittel wieder Screams Einzug finden, die jedoch eher im Hintergrund gelagert sind und die Dramaturgie des Tracks untermauern.

Ein mit Top-Songs gefülltes Album das sich keine Fehler erlaubt, oder sagen wir fast keine. Das Interlude Telemachy gehört für mich in die Kategorie „Unnötig“. Es mag schön auf die sehr heavy Nummer Odyssey einleiten, hätte man sich aber auch sparen können. Es klingt zu unselbstständig und zu beliebig.

Das war es aber auch schon. Ansonsten jagt ein Hit den nächsten. Eines meiner persönlichen Highlights ist das knackige Empathy. Perfekte Mischung aus Cleans und Screams, dazu hämmernde Drums und tolle Riffs. So muss Post-Hardcore klingen.

Auf der Zielgeraden wird auch noch einmal eine emotionale Bombe gezündet. Im Titeltrack Echoes verarbeitet Tim den Verlust seines Vaters. Man kann Parallelen zu Silversteins My Heroine heraushören, jedoch überragt Echoes auf der Gefühlsebene My Heroine um Welten. Eine wunderschöne Liebeserklärung und Huldigung wurde hier geschaffen. So viele Emotionen hat schon einige Zeit lang kein Song mehr in mir erzeugt.  And All The Memories They´re Stuck Inside My Mind. This Is No Goodbye“ schreit Tim schluchzend am Ende von Echoes. Eine wunderschöne, rührende Ballade.

Fazit:

Wer, so wie ich, vom letzten Silverstein Album enttäuscht war sollte den Jungs von Devil May Care eine Chance geben. Zwar benötigt „Echoes“ ein paar Umdrehungen bis es zündet, wenn dies aber der Fall ist hat man es mit einer wunderbaren Perle zu tun.

Ein großartiges Album, dem ich 9 von 10 Bängs gebe.

Echoes“ erschien am 15. März via Uncle M Music und ist als Deluxe Box Set, CD, Digitales Album und Stream erschienen.

Line-Up:
Tim Heberlein – Vocals, Guitars
Lukas Esslinger – Guitars
Moritz Hillenbrand – Bass
Joachim Lindner – Drums

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[ROCKMAGAZINE Leserbewertung: 3 Durchschnitt: 4.3]
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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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