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Crown The Empire – Das Interview zu Sudden Sky

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Gefesselt wie beim ersten Hören läuft bei mir „Sudden Sky“ immer noch mindestens zwei mal am Tag. Daher freue ich mich ganz besonders das Gitarrist Brandon Hoover Zeit gefunden hat einige meiner Fragen zu beantworten und auf eine emotionale Weise tief blicken lässt.

Patrick (Rockmagazine):
Wie war die Reaktion auf „Sudden Sky“ bisher?

Brandon:
Die Reaktion war, ehrlich gesagt, viel besser als wir erwartet haben. Das Internet ist voll von so viel Hass und Negativität, dass wir dachten diese würde auch auf unser viertes Album einprasseln. Aber alle Hardcore-Fans scheinen es zu lieben und viele neue Fans beginnen damit unsere Musik zu entdecken. Wir sind sehr glücklich darüber und blicken gespannt in die Zukunft.

Patrick (Rockmagazine):
Gab es jemals einen Punkt, an dem ihr dachtet: „Scheiß drauf. Tragen wir Crown The Empire zu Grabe.“?

Brandon:
Ich persönlich hatte und habe immer wieder solche Gedanken. In einer Band zu sein ist mehr Arbeit, als die Leute denken. Es ist körperlich und geistig anstrengend und man hat nicht wirklich die Möglichkeit sich ein richtiges Leben aufzubauen. Es gibt also Zeiten (besonders auf Tour), in denen ich anfange, mich ziemlich niedergeschlagen zu fühlen. Aber etwas sagt mir immer, ich soll weitermachen und ich folge diesem Gefühl. Wenn das nicht der Fall wäre, weiß ich nicht ob ich es schaffen würde.
Ich liebe diese Band mehr als alles andere und bin bereit, für immer weiterzumachen, auch wenn es bedeutet, alles zu opfern. Es hilft, dass wir ein sehr solides Team aufgebaut haben, das uns immer wieder zur Verbesserung motiviert.

Patrick (Rockmagazine):
Mit „Sudden Sky“ habt ihr einen Schritt nach vorne gemacht, aber trotzdem eure Wurzeln nicht verloren. Wie schwierig war der Schreibprozess für euch?

Brandon:
Jedes Mal, wenn wir ein Album schreiben, ist es eine große Herausforderung. Du stößt jedes Mal auf verschiedene Hindernisse. Für „Sudden Sky“ wollten wir aufhören Geschichten zu erzählen und uns wirklich auf unseren persönlichen Bullshit und alles, was wir in den letzten Jahren durchgemacht hatten, konzentrieren. Es war fast wie eine Therapiesitzung. Ich bin sehr froh, dass wir das getan haben, denn viele der Dinge, die in unserem Inneren schlummerten, wurden endlich ans Licht gebracht. Ich denke, viele der Fans fühlen die Texte, weil sie von diesem persönlichen, inneren Ort kommen.

Patrick (Rockmagazine):
„The Fallout“ und „The Resistance: Rise Of The Runaways“ sind beide Konzeptalben. Würdest du „Sudden Sky“ auch als Konzeptalbum bezeichnen?

Brandon:
„Sudden Sky“ ist kein Konzeptalbum, aber es gibt ein übergeordnetes Thema, genau wie bei all unseren Alben. Diesmal wollten wir eine Welt rund um den technologischen Futurismus schaffen, denn das ist die Welt, in der wir heute leben. Ich weiß nicht, ob die Leute es schon merken, aber wir leben in „der Zukunft“ und es wächst schneller als je zuvor.

Patrick (Rockmagazine):
Wie war die Zusammenarbeit mit JD?

Brandon:
Wenn du von JD von der Band Ice Nine Kills sprichst….es war toll! Unser Produzent WZRDBLD ließ ihn mit einigen Melodie-Ideen für einige der Songs von „Sudden Sky“ kommen, hauptsächlich half er uns bei 20/20. Wir hatten große Schwierigkeiten beim Chorus und JD kam herein und machte einen Vorschlag, dann haben wir diesen neu arrangiert, ihn zu unserem eigenen gemacht, und das ist jetzt der Chorus, den man auf der Platte hört. Es stellte sich heraus, dass er super emotional war. Genau das was wir anstrebten.

Patrick (Rockmagazine):
Eure neuen Songs sind alle irgendwie ein Seelenstrip, aber welcher Song ist für dich der emotionalste auf der Platte und warum?

Brandon:
BLURRY (out of place) ist der emotionalste Song auf dem gesamten Album. Es gibt etwas an diesem Song, das mich lyrisch härter trifft als die Anderen…. Wir haben ihn zu einer Zeit geschrieben, in der ich an extremen Angstzustände und Panikattacken litt. Als ich den Text hörte brach ich in Tränen aus. Auch die Fans scheint er mehr als die anderen Songs anzuziehen. In zwei Wochen wurde er bereits 500k mal gestreamt und das allein bei Spotify. Wir sind gerade dabei, die Ideen und Konzepte für das Musikvideo zu entwickeln.

Patrick (Rockmagazine):
Eine Zeile, die mir immer wieder in den Sinn kommt, ist ein sehr intensiver Satz in March of The Ignorant. Was meint ihr genau mit: „You could live your parents life and loose yourself.“?

Brandon:
Viele Kinder in der heutigen Gesellschaft neigen dazu, auf ihre Eltern zu hören, anstatt auf ihr inneres Selbst. Wir alle wollen unsere Eltern glücklich machen und vergessen dabei was wir selbst wollen oder anstreben. So gehen viele Leute einfach ziellos durchs Leben ohne zu wissen was zur Hölle sie tun, was Depressionen und Angst verursacht. Damit wir glücklich sein können müssen wir unsere eigenen Lebenswege gehen.

Patrick (Rockmagazine):
Was sind deine Ziele für die Zukunft?

Brandon:
Mein Ziel ist es, die Welt um „Sudden Sky“ herum weiter zu erschaffen. Ich kann es kaum erwarten, dass ihr alle das mit uns erlebt…..

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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