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CD Review: Warrel Dane – Shadow Work

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Fast ein Jahr nach Warrel Dane´s plötzlichem Tod ( 13.12.2017) durch Herzversagen liegt nun sein Vermächtnis in Form seines zweiten Soloalbums vor. Da er inmitten des Aufnahmeprozesses in Sao Paulo verstarb, konnte nur ein Teil der vorgesehen Aufnahmen unter Zuhilfenahme von seinen Gesangsspuren aus der Vorproduktion fertiggestellt werden.

Mit Unterstützung seiner brasilianischen Begleitband ist ein Album entanden, welches sich nahtlos in den großartigen Nachlass von Nevermore einreiht. Nach einem kurzen atmosphärischen Intro wird mit „Madame Satan“ gleich mal die Marschrichtung vorgegeben: Technischer Hochgeschwindigkeits-Metal, der verdammt nach Danes Stammband klingt. Wuchtige Drums und flirrende Solis, gepaart mit stimmungsvollen Refrains und aggressiven Zwischenteilen, welche das ganze stimmliche Spektrum des Ausnahmekünstlers mit all seinen Facetten zeigen.

Der Titeltrack „Shadow Works“ walzt sich bedrohlich aus den Boxen und nimmt etwas Geschwindigkeit heraus, ohne an Härte einzubüßen. Mit „The Hanging Garden“ (The Cure) wurde in bester Nevermore Tradition wieder ein Track gecovert und im Stile der Band adaptiert. „Rain“und „Mother Is The Word For God“ beenden diese knapp 45 Minuten im balladeskem, mal im epischen Breitwandsound.

Somit ist „Shadow Work“ ein würdiges Vermächtnis für den charismatischen Sänger geworden und bekommt von mir wehmütige 9 Bängs.
R.I.P. Warrel!

Das Album ist am 26. Oktober auf Century Media erschienen.

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Michael

Michael

Baujahr '67 Metalhead seit 1979 Erstes selbstgekauftes Album: "If you want Blood..." AC/DC '79 Verheiratet, ein Sohn.

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