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Bunkr – Schluss – ein Debut – EP Review

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Bunkr, ein Duo aus  La Chaux-de-Fonds, Schweiz, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, stetig aus ihrer musikalischen Komfortzone zu treten, verlangt genau dasselbe von mir, denn ihr Debut wird mir als Math Rock oder auch Noise Rock mit Indie Einfluss angekündigt und ich bin gespannt, was da auf mich zukommt.
Mit der ungewöhnlichen Kombination von nur Gitarre und Drums schaffen sie es jedenfalls, einen Hauch psychedelic und sogar ein wenig Stonerrock in ihre Songs zu bringen und ich bin etwas irritiert nach dem ersten Hören. So sehr, dass es Bunkr schaffen, dass ich mir ihre EP auf jeden Fall ein zweites Mal anhören möchte.

Los geht es mit dem Opener Mondo Delirium, der leise daherkommt, beinahe schon sanft und eben psychedelisch. Die Gitarre von Kevin Udry geht unmittelbar in Symbiose mit den Drums von Iannis Valvini und der Song lädt ein zum Lauschen bevor er nach vollen acht Minuten den Weg für den Titeltrack Schluss ebnet. Schluss kommt schon etwas komplexer aus den Boxen. Auffallend ist die wirklich gut gemischte Qualität und insgeheim hoffe ich schon auf eine gute Pressung des Vinyl, das bereits erhältlich ist. Die Grooves und Tempi Wechsel bedürfen bereits mehr meiner Aufmerksamkeit und ich horche ganz genau hin. 09:18 enden in tranceähnlichem Kopfnicken meinerseits und ich frage mich, weshalb der Song schon zu Ende ist. Doch ich kann mich relaxt zurücklehnen, denn auch Truand und Fou Outil haben dieselbe Wirkung auf mich. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht, als der letzte Song Vatour nach mehr als zwölf Minuten endet.

Ich kann nicht wirklich definieren, welchem Stil und Genre man Bunkr zuordnen würde, ich kann euch jedoch sagen, dass hier die Weichen gestellt sind für einen seismischen, hypnotischen und auch ausreichend lauten Klang, bei dem man einfach irgendwie mit muss.
Hier wird auf Konventionen gepfiffen und die beiden Musiker setzen sich über jegliche Struktur hinweg ohne ungeordnet und nervös zu wirken.

Als Anspieltipp lass ich euch Truand da:

Die beiden geben an, sowohl Techno als auch Jazz, genauso wie d-beat Hardcore zu verehren und genau das, nämlich, dass sie sich selbst in kein musikalisches Genre pressen lassen, hört man auf diesem Debut.
Einer Math Rock Basis wird ein wenig kantiger Noise Rock beigemengt und das klassisch schöne Schnurren von psychedelischem Rock mit einer Prise Stonerrock. Alles in allem, eine 45 minütige Reise durch eine vielfältige Klanglandschaft, die mich sehr anspricht.

Da ich nun ein wenig verliebt bin und hoffe, nicht allzu lange auf einen Nachfolger der EP warten zu müssen vergebe ich 7/10 Bängs, um den beiden Luft zu lassen nach oben für die nächste Veröffentlichung.

Die Musik bekommt ihr unter den folgenden Links:
Bandcamp:
https://bunkr.bandcamp.com/merch

Aus der Schweiz:
https://coldsmokerecording.bandcamp.com/merch

Europa:
http://divisionrecords.bigcartel.com/

Social Media der Band:
@bunkrschluss

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MetalliCat

MetalliCat

Adriana alias MetalliCat - KittyCat mit Vorliebe für metallerne Klänge; besonders im progressiven Rock und Metal, Postrock, Poprock, Stonerrock und Alternative zu Hause. Zusammen mit Frank bildet sie "unser Team in Wien" und besucht jede Menge Konzerte dort.

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