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Beyond Brightness – Into The Brightness – Anders als erwartet – Album Review

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Schaut man sich das Album-Cover an könnte man meinen es handelt sich bei der hier gebotenen Musik um Epic- oder Power-Metal. Wer mit dieser Einstellung an die Musik ran geht wird nach den ersten Tönen vermutlich verblüfft da sitzen.

Will man die Musik einordnen, dann in die Metalcore-Sparte. Für nicht wenige wird sich das Thema Beyond Brightness mit dieser Einordnung vermutlich wieder erledigt haben. Leider, denn „Into The Brightness“ ist eines der vielen Metal- und Hardcore-Alben aus diesem Jahr das so viel mehr als nur der tausendste Aufguss von Architects, Parkway Drive oder While She Sleeps ist.

Instrumental über weite Strecken im klassischen Heavy Metal beheimatet, dazu die mega brutalen Screams und sehr variabler Clean-Gesang. Beyond Brightness haben also die besten Voraussetzungen ein richtiges hammer Album zu liefern.

Den Anfang macht Hopeless, welches schon ein Stück weit vorgibt wie die Musik klingen wird. Beginnt wie oben schon erwähnt mit klassischem Heavy Metal. Dazu gesellt sich auch ein sehr gut integriertes Klavier, welches auch den ersten Tempo Einbruch begleitet nach welchem ein Breakdown-Gewitter losfeuert. Oben drein haben wir klasse Cleans im Refrain. Rund um gelungene Nummer.

Nach diesem vielversprechenden Einstieg kommt es leider gleich zu meinem persönlichen Lowlight Broken. Uns erwartet hier Nu Metalcore. Ein Großteil des Songs besteht aus cleanen Rap-Parts, die für mich einfach nicht auf das Album passen und da kann auch der leicht progressive Touch in der zweiten Hälfte den Song leider nicht retten. Das war es aber mit den negativen Punkten.

Der Rest der Tracks ist auf einem wirklich äußerst hohen Level, welches für mich seinen vorläufigen Höhepunkt in der Nummer Eclipse findet. Startet bluesig begleitet von einer Spokenword-Einlage, bis die Screams gefolgt von Synths diese chillige Atmosphäre durchbrechen und in eine tolle Clean-Passage einleiten. Ein sehr gut gelungener Tempowechsel zwischen den ruhigen Clean-Parts und den heavy Scream-Parts. Insgesamt würde Eclipse super in die „Coma Ecliptic“-Ära von Between The Buried And Me passen.

Mit dem von Classic Rock durchtränkten Titelsong Into The Brightness endet dieses Debut einerseits sehr überraschend, trotzdem fügt es sich absolut perfekt in den Rest des Albums ein und bereitet ein schönes Ende. Gespickt mit starken Riffs und einem mehr als gelungen Gang-Vocals Einsatz.

Etwas verwundert bin ich dann als ich noch knapp vier Minuten Restzeit angezeigt bekomme. Also einfach mal weiterlaufen lassen. Nach knapp zwei Minuten ertönt ein Klavier. Moment, das kenn ich doch? Tatsächlich haben sie die Klaviernummer Reincarnation als Abschluss noch einmal eingebaut. Während Reincarnation von einer englischen Spokenword-Einlage begleitet wird wurde für Re-Reincarnation, wenn man es so nennen kann, diese gesprochenen Worte auf deutsch gesprochen. Ein sehr intensiver Text, der auf deutsch fast besser rüber kommt.

Fazit:
Beyond Brightness ist eine der vielen jungen Metalcore-Bands die zeigen wie vielschichtig dieses Genre doch ist.

Mit „Into The Brightness“ haben sie ein amtliches Debut geschaffen. Zwar noch nicht perfekt aber mit noch sehr viel Potenzial.

Ich vergebe 8 von 10 Bängs an die Jungs vom Ammersee.

„Into The Brightness“ erscheint am 5. Juli via Optical/Kontor New Media und wird als CD, Digitales Album und Stream erhältlich sein.

Line-Up:
Jonas Gutmann – Vocals
Dennis Streefkerk – Guitar/Vocals
Aljosha Netschajew – Guitar
Thorsten Bendzko – Bass
Simon Beausencourt – Drums
Maximilian Hampel – Keyboard

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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