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Avantasia – Moonglow – Fantastische Klangwelten – Album Review

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Man kann zu einem Musiker wie Tobias Sammet stehen wie man möchte, eines kann man ihm definitiv nicht vorwerfen: fehlende Leidenschaft und Authentizität. Mit „Moonglow“ geht sein vor fast 20 Jahren als Projekt gestartetes Ensemble in die nächste, mittlerweile achte Runde. Von Beginn an war sein Anspruch, ein einmaliges  und auf höchstem Niveau spielendes Metal- Oper/Musical zu kreieren. Das ist ihm gelungen, und er hat somit die Messlatte für jede neue Produktion sehr hoch gelegt. Als Unterstützung für diese Mammutaufgabe konnte er schon viele namhafte Musiker für sich gewinnen. So sind auch diesmal neben seinen Stammsängern Michael Kiske (alledings mit deutlich weniger Anteilen, da er mit Helloween und der Pumpkins United Tour wohl ziemlich ausgelastet gewesen sein dürfte), Jørn Lande, Ronnie Atkins, Bob Catley, Eric Martin, Geoff Tate ( nach „Ghostlights“ schon zum zweiten Mal), einige neue Gäste auf „Moonglow“ zu hören! So setzen Mille Petrozza, Hansi Kürsch und Candice Night neue Akzente im Avantasia Kosmos. An den Instrumenten sorgen Sascha Paeth – Gitarre/Bass -, Felix Bohnke – Schlagzeug – und Michael Rodenberg – Keys – weiterhin für ein beständiges Line up.

„Moonglow“ startet gleich mit einem typischen Avantasia Song, „Ghost In The Moon“, der mit Zitaten von „Mystery Of A Blood Red Rose“ aus dem „Ghostlight“ Album den Einstieg leicht macht. Geschmeidige Melodien und ein epischer Songaufbau mit mehrstimmigen Gesängen bestimmen den gut neunminütigen Song, bei dem Tobi den Löwenanteil selber singt. Dabei zeigt er, dass er sich hinter den großen Namen im seinem Star-Aufgebot nicht verstecken muss. Beim zweiten, ansonsten eher unauffälligen Song „Book Of Shadows“, darf Mille seine keifenden Gesangparts zur Auflockerung des Avantasia Standards loslassen. Ein echter Kracher ist „The Raven Child“ geworden. Von Hansi Kürsch bei dem keltischen Into stimmungsvoll intoniert, entfaltet sich das Stück zu einer wahren Bombast Nummer, bei der vor allem Jørn Lande zur Höchstform aufläuft. Gegen Ende kommt mit einem von Hörnern untermalter Kanon noch ein wenig „Game Of Thrones“ Flair auf, bevor das spektakuläre Finale nach 11:14 eingeläutet wird. Die Nummer wird in künftigen Live Shows garantiert ein Bühnenhighlight werden!

Bei der Ballade „Invincible“ und dem nächsten Stück „Alchemy“ hat Geoff Tate seinen großen Auftritt und beweist, dass er immer noch eine der charismatischten Stimmen im Rock- und Metal Bereich besitzt. Das darf Michi Kiske dann auf „Requiem For A Dream“ auch zeigen – in einem Song, der  ansonsten auch als Avantasia Standard Futter angesehen werden darf, was nicht abwertend gemeint ist. Es ist bei der Hitdichte im Avantasia Backkatalog einfach auch schwierig, immer noch einen draufzusetzen. Das abschließende Cover des Flashdance Hits „Maniac“ hätte ich persönlich nicht gebraucht, aber was Tobi und sein Mitstreiter, Gitarrist und Produzent Sascha Paeth – den man im Zusammenhang mit Avantasia auf jeden Fall auch erwähnen muss, da er großen Anteil an den Songs und der Produktion der Alben trägt – daraus gemacht haben, ist schon mutig und auch gut umgesetzt. Mich hat „Moonglow“ insgesamt über die gesamte Spielzeit von 66:43 Minuten bestens unterhalten, und es gibt mit jedem Durchlauf neue Feinheiten in den vielschichtigen Songs zu entdecken. Ich kann für die wieder einmal sehr gelungene Scheibe locker 9/10 Bängs aus Tobi’s Zylinder zaubern.

„Moonglow“ erscheint am 15. Februar via Nuclear Blast in den verschiedensten Formaten. Ich denke, da ist für jeden Geldbeutel etwas passendes dabei. Ende März startet die große Moonglow World Tour.

Avantasia – Moonglow World Tour 2019
Präsentiert von Metal Hammer, Piranha, Musix, Rock It!
27.03. SK   resov – Tatran Handball Aréna
28.03. SK   Bratislava – Hant Aréna
30.03. D Kaufbeuren – All-Karthalle
31.03. I Mailand – Alcatraz
02.04. CZ Prag – Forum Karlín
03.04. D Berlin – Huxleys Neue Welt
05.04. D Ludwigsburg – MHPArena
06.04. D Bamberg – Brose Arena
08.04. D Fulda – Esperantohalle
09.04. D Saarbrücken – Saarlandhalle
10.04. F Paris – Olympia
12.04. D Osnabrück – OsnabrückHalle
13.04. D Hamburg – Mehr! Theater
14.04. D Oberhausen – König-Pilsener-Arena
16.04. UK London – Forum Theatre
18.04. D Offenbach – Stadthalle
19.04. CH Pratteln – Z7
20.04. CH Pratteln – Z7
24.04. E Bilbao – Santana 27
26.04. E Barcelona – Razzmatazz 1
27.04. E Madrid – Palacio Vistalegre
02.05. S Stockholm – Arenan
04.05. RUS Moskau – Glavclub Green Concert
06.05. H Budapest – Barba Negra Track
12.05. AU   Sydney – Metro Theatre
14.05. AU   Melbourne – The Forum
17.05. US   San Jose, CA – City National Civic of San Jose
19.05. US   Anaheim, CA – City National Grove
21.05. US   Chicago, IL – Patio Theater
23.05. CA   Montreal, QUE – Metropolis
24.05. US   Worcester, MA – The Palladium

 

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Michael

Michael

Baujahr '67. Metalhead seit 1979. Musikalische Vorlieben: NWOBHM, Power Metal, Epic Metal, Bombast Metal, Doom, Melodic Death Metal, Alternative Rock, und alles dazwischen, Hauptsache es ist authentisch! Michael ist unser "wandelndes Musiklexikon". Es gibt nichts, was er nicht weiss. Wahrscheinlich sogar die Anzahl der Leberflecke von Elvis´ verstorbenen Zwillingsbruder Aaron!

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