Interview, TechTalk

Auf a Bier bei mir – Michael Posch und Jeremy Lentner von der „LEARN TO ROCK MUSICSCHOOL“ in Kufstein

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Uli (rockmagazine.net): Servus Michael  und Jeremy. Wir haben ja schon lange ein Interview ausgemacht, jetzt hats endlich geklappt. Danke, dass ihr Zeit habt.

Jeremy (Learn To Rock): Hi Uli, danke, dass du dir Zeit nimmst, echt klasse.

Uli (rockmagazine.net): Jeremy, neben Eurem sehr erfolgreichen Musikprojekt MIDRIFF machst du ja noch was anderes, also raus mit der Sprache. Was ist dein Beruf?

Jeremy (Learn To Rock): Ich mache schon seit ich ein Kind bin Musik, das war immer meine große Leidenschaft und diese wurde auch von meinen Eltern bereits seit dem Schulalter und früher gefördert. Vor einigen Jahren hatte dann ein Freund und ich die Idee, uns mit einer privaten Musikschule einen kleinen Traum zu erfüllen. Wiederum durch einen Freund, Chris Hermsdörfer, Gitarrist bei Beyond the Black und Serenity sind wir zur bereits im Raum Bamberg etablierten Brand „Learn to Rock“ gestoßen, und haben unsere Vision mit dem damals ersten Standort in Österreich in die Realität umgesetzt. Jetzt sind Michael und ich Freunde und Geschäftspartner – eigentlich eine echt tolle Sache. In unserer Learn to Rock Musicschool bieten wir Unterricht für Gitarre, Bass und Schlagzeug. Diese Fächer decken wir selbst ab – für weitere Fächer wie Klavier und Gesangsunterricht holen wir uns tolle Musiker und Coaches für die Stunden dazu.

Uli (rockmagazine.net): „Learn To Rock“ klingt ja sehr interessant. Was unterscheidet Euch von einer „normalen“ Musikschule?

Jeremy (Learn To Rock): In erster Linie sind wir privat finanziert. Das heißt wir sind durch keinerlei fremde Finanzmittel gefördert. Wir können somit auch einfach anbieten, was uns gefällt und vor allem wie es uns gefällt, bzw. wir es für richtig halten. Michael, mein Geschäftspartner, und ich nehmen z.B. auch unsere Schüler auf, recorden mit ihnen gemeinsam Songs, spielen mit ihnen bei Jamsessions und stellen uns auch mal zusammen in den Proberaum und geben ein paar Tips.

Es geht uns einfach darum, dass die Kids oder auch die Erwachsenen, die zu uns kommen, in erster Linie den Input bekommen, den sie wollen und auch brauchen. Einen 15jährigen, der einschlägigen Metal spielen will, kann ich zu Beginn nicht mit Jazz quälen. Ich muss mal seine Leidenschaft für das eine Genre fördern und kann dann erst mit ihm zusammen über den Tellerrand hinaus schauen. Der Kunde gibt also in gewisser Weise den Lehrplan und die Gangart vor, wenn man so will.

Uli (rockmagazine.net): Neben den klassischen Gitarrenkursen bietet ihr ja noch allerhand anderes, erzählt ein wenig über das Kursprogramm.

Michael (Learn To Rock): Wie bereits gesagt, gibt es die Möglichkeit für Gitarre, Bass, Schlagzeug, Piano und Gesang Unterricht zu nehmen. Neben diesen Programmen bieten wir aber auch verstärkt tolle Workshops an. Hier zeigten wir etwa bei einem Silent Workshop, wie man auch ganz ohne Lärm Drums, Gitarre oder Bass spielen kann und erlaubten den Besuchern mal einen Einblick in die moderne Welt der Musik.

Hierbei haben wir tolle Partner gefunden, die uns bei der Realisierung der Workshops behilflich sind. Allen voran das Kufsteiner Musikhaus, das uns hier tatkräftig zur Seite steht und mit dem wir uns regelmäßig austauschen, was denn auch grad interessant sein könnte. So bieten wir u.a. Clinics zu Gitarreneffekten, digitalen Equipment, Studio- und Livetontechnik oder auch einen Quereinsteigerkurs für Ukulelefans an. Alles Dinge, die man vielleicht irgendwo im Internet findet, aber im direkten Kontakt einfach weit fruchtbarer sind, als über einen Bildschirm.

Uli (rockmagazine.net): Wie schaut die technische Ausstattung in der „Learn to Rock“ aus? Also, was habt ihr an Instrumenten oder technischen Equipment da?

Michael (Learn To Rock): Die Schüler bringen natürlich ihre eigenen Instrumente mit – ein Drumset ist natürlich vorhanden, damit Michael seinen Unterricht auch cool gestalten kann. Die Schüler sollten ja in erster Linie mit ihrem eigenen Instrument vertraut werden. Aus diesem Grund bringen auch einige Schüler ihre eigenen Gitarren Amps mit, denn auch das Einstellen von Verstärkern und Musikequipment generell gehört zu einer umfassenden Ausbildung am Instrument. Obwohl es mit dem Internet und diversen Fachmagazinen sehr viele Informationsquellen gibt, erleben wir immer öfter, dass auch altgediente Hobbymusiker mit ihrem Equipment überhaupt nicht umgehen können. Da helfen wir natürlich auch wo wir können!

Uli (rockmagazine.net): Wie sieht die Kosten- und Kursstruktur aus? Gibt es Tages oder auch Abendkurse, und mit welchen Kosten muss ich ungefähr rechnen, wenn ich als absoluter Neuling ein Gitarrengott werden will?

Jeremy (Learn To Rock): Nein, einzelne Tageskurse gibt es im Normalfall nicht. Man kann einen Gutschein erwerben oder einen Workshop besuchen. Die regelmäßigen Kurse gehen über mindestens zwei Monate, danach kann der Kunde verlängern. Der Richtwert liegt bei gut 31€ für 60 Minuten Unterricht. Alle Preise und Infos finden sich auf unserer Homepage learntorock.eu oder auch auf Facebook.

Uli (rockmagazine.net): Wenn mir ein Kurs oder ein Instrument überhaupt nicht zusagt, kann ich auch abbrechen?

Michael (Learn To Rock): Aus diesem Grund bieten wir natürlich auch gratis Probestunden an – man kann einfach mal das Instrument testen, etwas plaudern und sehen, ob es Spaß macht. Die Mindestdauer eines Kurses beträgt acht Wochen, danach kann man natürlich auch wieder aufhören oder sich für einen anderen Kurs anmelden.

Workshop für den Kufsteiner Ferienexpress, bei dem Kids Instrumente erlernen und erkunden können

Uli (rockmagazine.net): Ich weiss schon, die Frage ist etwas weit hergeholt. Aber habt ihr eine Empfehlung, mit welcher Gitarre (E-Gitarre) man anfangen soll? Was gibt ein absoluter Anfänger aus (Gitarre, Verstärker, Kabel etc…)? 

Jeremy (Learn To Rock): Hier gibt es leider oder auch Gottseidank kein Rezept. Auch die Akustikgitarre vom Onkel oder der Oma kann geeignet sein, um die ersten Schritte zu wagen. In erster Linie sollte es aber ein gutes Instrument sein, dass vielleicht auch ein bisschen was kostet. Einsteigergitarren, die wirklich brauchbar sind, bekommt man im örtlichen Musikhaus schon zwischen 140 und 200€. Mein Tipp: Unbedingt in den Fachhandel – Finger weg vom Internetkauf.

Obwohl die großen Anbieter immer wieder mit Schnäppchen locken, es geht nichts über die Beratung im Fachhandel. Dort findet man das geeignete Instrument für sich und seine persönlichen Ansprüche und Ziele und wird mit Sicherheit sehr viel Spaß haben. Wir empfehlen hier natürlich immer unseren örtlichen Gitarrenwunderwuzi Horst Weber und sein Kufsteiner Musikhaus, gehen aber auch sehr gerne mit dem Schüler zusammen ein neues Instrument aussuchen. Das richtige Instrument ist weit mehr als nur ein Stück Holz, das gut klingt, es kann einen ein ganzes Leben lang begleiten. Ich besitze meine erste Gitarre immer noch und erinnert mich, wie viel Spaß ich auch schon als Kind mit der Musik hatte.

Uli (rockmagazine.net): Danke für die interessanten Einblicke. Für alle, die jetzt Lust haben, bei Rockstars in die Schule zu gehen, hier alle Daten und Links.

Jeremy (Learn To Rock): Naja, Rockstar ist vielleicht etwas zu viel gesagt – man lebt halt die Musik 🙂

Alle Infos findet ihr unter: learntorock.eu oder auf Facebook unter facebook.com/ltrkufstein/. Alle Veranstaltungen findet ihr unter folgendem Link: fhttps://www.facebook.com/pg/ltrkufstein/events

Vielen Dank für das nette Interview und bis bald!

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Uli

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