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Arch/Matheos – Winter Ethereal – Göttergabe – Album Review

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Eigentlich muss man zu John Arch und Jim Matheos nicht viele Worte verlieren! In der Metalszene seit den ersten drei Fates Warning Alben vergöttert, zog der zurückhaltende Sänger sich bis 2003 völlig aus dem Buisiness zurück, bevor 2003 ein erstes Soloalbum von John Arch erschien. Schon damals war Jim Matheos mit an Bord. 2011 erschien mit „Sympathetic Resonance“ unter dem Banner Arch/Matheos ein erstes fantastisches Album, bei dem weitere ehemalige Fates Warning Mitglieder – Frank Aresti und Bobby Jarzombek – beteiligt waren. 2016 wurde zum 30-jährigen Jubiläum des Fates Warning Klassikers Awaken the Guardian“ beim Keep It True Festival das Album in der damaligen Originalbesetzung aufgeführt. Nun, weitere drei Jahre später, steht jetzt ein neues Arch/Matheos Album in den Regalen. Alle Songs sind brandneu, wurden speziell für dieses Album geschrieben und waren nicht für ein Fates Warning Album gedacht. Zur Besetzung des Albums gehören nun ehemalige und aktuelle Drummer und Bassisten von Fates Warning: Joey Vera, Bobby Jarzombek, Joe Dibiase und Mark Zonder. Weitere Tieftöner sind die beiden Legenden Steve Di Giorgio (Death, Testament, Charred Walls Of The Damned) und Cynics Sean Malone, nicht zu vergessen der renommierte Schlagzeuger Thomas Lang. Die beiden Songwriter wollten sich aus ihrer Komfortzone herausbewegen und neue Musiker in das Album integrieren und das Ergebnis hat es in sich

Schon der erste Track „Vermilion Moons“ begeistert mit seiner Vielschichtigkeit und einem John Arch in der Form seines Lebens. Trotz aller technischen Finessen besticht der Song mit klaren Strukturen und Melodien, die mal zerbrechlich und dann wieder mit einem ordentlichen Pfund aus den Lautsprechern hämmern. Ähnlich aufgebaut ist das vertrackte „Wanderlust“, welches im Mittelteil mit dem typischen Matheos riffing brilliert und somit an modernere Fates Warning erinnert. „Solitary Man“ rockt herrlich verschachtelt mit schönen Gesangsharmonien und gehört neben der ersten Single „Straight And Narrow“ zu den wenigen kürzeren Songs auf dem Album. Mit „Wrath Of The Universe“  wird die 8-Minuten-Marke wieder locker geknackt, aber auch hier herrscht zu keiner Sekunde Langeweile, da das Stück immer neue Drehungen und Wendungen erfährt. Zu meinen Favoriten zähle ich das zum Träumen einladende „Tethered“ und das getragene „Pitch Black Prism“ bei dem John Arch wieder eine brilliante Geangsleistung abliefert. Prog Metal Galore gibt es zum Abschluss wieder auf den beiden Longtracks „Never In Your Hands“  und „Kindred Spirits“, die das Album mit einer Gesamtspielzeit von über einer Stunde über die Ziellinie bringen.

„Winter Etereal“ bietet noch mehr Klasse als das 2011 erschienene, ebenfalls alles andere als schwache Album „Sympathetic Resonance“. Damit dürfte sich die Frage, ob nun Dream Theater oder Queensryche das Prog Metal Album des Jahres abgeliefert haben, erledigt haben. An Arch/Matheos und „Winter Etereal“  kommt dieses Jahr kein Prog Metal Fan vorbei, etwaige Konkurrenten um den Thron werden in den Staub geworfen! Dafür gibt es von mir ehrfürchtige 10/10 Bängs für dieses grandiose Meisterwerk.

„Winter Etereal“ erscheint am 10. Mai via Metal Blade auf CD und Vinyl in verschiedenen limitierten Bundles.

 

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Michael

Michael

Baujahr '67. Metalhead seit 1979. Musikalische Vorlieben: NWOBHM, Power Metal, Epic Metal, Bombast Metal, Doom, Melodic Death Metal, Alternative Rock, und alles dazwischen, Hauptsache es ist authentisch! Michael ist unser "wandelndes Musiklexikon". Es gibt nichts, was er nicht weiss. Wahrscheinlich sogar die Anzahl der Leberflecke von Elvis´ verstorbenen Zwillingsbruder Aaron!

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