Album Reviews, Bilder / Video, Reviews

Andy Black – The Ghost Of Ohio – Starke Rückkehr – Album Review

andy-black-the-ghost-of-ohio-starke-rueckkehr-album-review

Erst 2010 keimte in mir die Freude an der Musik auf. Eine Band die meinen Geschmack bis heute prägt wie nur zwei oder drei Andere ist Black Veil Brides. In diesem, für mich auf mehreren Ebenen, wichtigen Jahr entdeckte ich die Band und ihr erstes Album „We Stitch These Wounds“ erschien.

Schon damals war ich von der markanten Stimme des Sängers Andy Biersack mehr als begeistert, weshalb ich auch die vielen Negativ-Stimmen im Bezug auf seinen Gesang nie verstanden habe. Über die Jahre ebbte jedoch die Begeisterung für BVB ab, vor allem als Biersack unter dem Künstlernamen Andy Black sein erstes Solo-Album „The Shadow Side“ veröffentlichte. Auch dies liegt beinahe drei Jahre zurück und nun ist es so weit und mit „The Ghost Of Ohio“ erscheint das zweite Solo-Werk.

Angekündigt wurde es mit einem hörspielartigen von Andy gesprochenen Part, was in mir die Hoffnung weckte das mich ein Konzeptalbum erwartet. So ist es aber nicht ganz. Das Album fungiert zwar als Soundtrack für den gleichnamigen Comic, bietet aber natürlich auch wieder autobiographische Texte. Eine Mischung aus Fiktion und Realität, wenn man es so sagen möchte.

Mit Introduction: Resurrection startet das Album schon einmal sehr viel versprechen mit einem Orchester, bis Andys Stimme hervor kommt und mit stampfenden Drums begleitet wird. Sehr kurzes Stück und wirklich nur als Einleitung in die Handlung zu verstehen.

Was könnte nach einem Orchester kommen? Wie wär´s mit einem Klavier. So startet The Promise, eine knackige Pop-Rock Nummer mit wieder mega starkem Gesang. Schon auch geil, aber eben auch gewohnte Kost von Herrn Biersack.

Der bekannte Pfad wird mit dem funkigen Westwood Road verlassen. Hier haben wir auch den ersten richitgen Ohrwurm des Albums. Gang-Shouts und Wo-Ohs. Wird sicherlich live sehr gut funktionieren. Kurz und etwas experimentell.

Wie auch schon „The Shadow Side“ ist „The Ghost Of Ohio“ sehr tanzbar und hebt sich so wieder stark von seiner Hauptband ab. So wie ein Solo-Projekt eben auch sein sollte. Trotzdem hört man, wenn man sich auf die Lyrics konzentriert, Parallelen zur Musik von Black Veil Brides. Meiner Meinung nach könnte so manche Nummer eine Fortsetzung zu den Songs vom BVB-Debut sein. Sehr spannendes Detail, an dem man auch merkt das es eben nicht nur ein Soundtrack ist.

Eine Nummer die so aber tatsächlich auch vom Stil her von Black Veil Brides sein hätte können ist Soul Like Me. Eine sich ins Mid-Tempo steigernde Ballade mit vielen Oh-Ohs.

Die nachdenkliche Ballade Fire In My Mind wirft einen dann sogar noch, zwischen Refrain und Strophe, Synthies um die Ohren, bevor dann zum Ende hin wieder die Akustik-Klampfe ausgepackt wird. Stimmiges Ende.

Fazit:
Wirklich großartig etwas kritisieren kann ich nicht. Für meinen Geschmack sind nur zu viele ruhige Nummer auf dem Album. Zwar alle, bis auf Fire In My Mind, im Mid-Tempo angelegt, trotzdem wären mehr schnellere Tracks schon noch eine Bereicherung gewesen.
Zu Andys Stimme muss ich nicht viel sagen. Die ist wie immer am Punkt und absolut Gänsehaut bereitend.

Noch mal eine klare Steigerung zu „The Shadow Side“, daher bekommt „The Ghost Of Ohio“ 9 von 10 Bängs.

„The Ghost Of Ohio“ erscheint am 12. April via Lava/Republic Records und ist als CD, Digitales Album, Stream und als oben erwähnter Comic vorbestellbar.

ROCKMAGAZINE Leserbewertung - Hier kannst du deine Bewertung abgeben
[ROCKMAGAZINE Leserbewertung: 0 Durchschnitt: 0]
Share
Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

Danke für deinen Besuch.
Vielleicht willst du uns ja auch auf Facebook kennenlernen?
Danke für dein „Gefällt mir“!