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Anchorage – The Fifth Wall – Ein sündiges Konzept – EP Review

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Als Core-Beauftragter von Rockmagazine konnte ich mir das Debut dieser Post-Hardcore Band aus Wien natürlich nicht entgehen lassen, als Sahnehäubchen kommt noch dazu das es sich bei „The Fifth Wall“ um eine Konzept-EP handelt und ich denke auch das es erst der Anfang einer Storyteller-Band sein wird.

Inhaltlich werden auf den vier Tracks vier der sieben Sünden thematisiert. Weiter möchte ich gar nicht zu sehr auf die lyrische Komponente der Musik eingehen. Gerade bei einem so kompakten Werk sollte man selbst die Geschichte dahinter erarbeiten.

Wir starten mit dem Drums getriebenen A Voice Within, welches auch schon als Blaupause des Sounds dient. Uns erwartet Post-Hardcore der mich an die Anfangszeit von The Word Alive erinnert, garniert mit Screams die teils stark nach den (Live)Screams von Chester Bennington klingen.

Diesen Eindruck festigen auch die rauen Cleans im folgenden Default. Als großer Fan des tragischerweise 2017 verstorbenen Linkin Park Frontmanns ein sowohl schöner als auch trauriger Genuss.

Die Single Karma zieht das Tempo noch einmal weiter an und kommt mit sehr geilen Riffs im Refrain daher und kann sogar mit einem kurzen aber sehr intensiven Solo aufwarten. Ich bin ein absoluter Fan davon wenn man ein gewisses Zerbrechen in den Screams hört und dies ist in dieser Nummer auch der Fall.

Ordentlich auf die Fresse gibts dann noch mit dem finalen Serpentines, das aber abseits der Härte von einer tollen Melodie getragen wird. Kurz nach dem die Screams verstummt sind beginnt noch eine scheinbar fünfte Nummer, doch dem ist nicht so. Hinter dem Titel Commentary versteckt sich eine Art Behind-The-Scene-Mitschnitt. Sänger Vadim geht hier in etwas mehr als acht Minuten auf die Story hinter den Tracks ein und erläutert so das interessante Konzept der EP. Habe ich so noch nicht erlebt und ist eine super Idee, die ruhig mehr Bands haben sollten.

Fazit:
An sich bin ich ja wirklich sehr zufrieden mit der Musik, jedoch von leider nur einer Handvoll Songs auf das gesamte Repertoire der Band zu schließen ist hier kaum möglich.

Fans von Post-Hardcore und Metalcore können hier eigentlich nichts falsch machen, ebenso wie Liebhaber von durchdachten Konzepten.

Ich vergebe 7 von 10 Bängs und freue mich bereits auf die Musik die hoffentlich noch kommen wird.

„The Fifth Wall“ erschien am 14. Juni via Pogo´s Empire/Sony Music und ist als CD, Digitales Album und Stream erhältlich.

Line-Up:
Vadim – Vocals
Chris – Guitar
Rafael – Guitar
Kenny – Bass
Dominik – Drums

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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