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Ambers – Covariance – Der Beginn von etwas Großem – EP Review

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Nach meinem Ausflug in seichtere Pop-Gewässer widme ich mich heute einem aufgehenden Stern am Metalcore-Himmel. Die Münchner Ambers werfen uns mit „Covariance“ ein brutales Stück Musik vor.

Eingeleitet vom bereits bekannten Meager Skies, welches den Weg vorgibt. Dieser Weg geht ganz klar in Richtung der Core-Throne. Irgendwo zwischen Metalcore und Deathcore, garniert mit einer Prise Djent. Eigentlich also bekannte Kost, diese wird aber sehr überzeugend dargeboten und von extrem starken Vocals getragen.

Mit dem folgenden Obsolete wird anfangs der gleiche Weg beschritten, bis wir zum Refrain kommen. Clean Vocals. Für mich nach dem brutalen Einstieg unerwartet, aber gut. Die erste Band die mir hier in den Sinn kommt sind die Briten von Bury Tomorrow, wobei die Cleans bei Ambers bei weitem nicht so präsent sind.

Man muss klar sagen: Es ist keine Neuheit das Bands des Metalcore Cleans in den Refrain packen. Warum auch immer klingt es aber bei Ambers weniger gekünstelt als bei manch anderer Formation. Die Cleans fügen sich immer sehr gut in die Songs ein, wie im chaotischen Paralyzed welches in der ersten Minute zum vermutlich härtesten Track avanciert, ehe im Refrain wieder sanftere Töne angestimmt werden. Mit einem Haufen Periphery-Flair hämmert sich die Nummer schnell in die Gehörgänge.

Doch alles bisher gebotene wird durch den Rauswerfer und Titeltrack Covariance in den Schatten gestellt. Ein atmosphärisches, fast an ein Ritual erinnerndes Intro, welches von highspeed Drumming und den abermals mega starken Screams zerfetzt wird. Und in der Mitte einen fetten Breakdown spendiert bekommen hat. Am Ende wird die Atmosphäre vom Intro des Songs wieder aufgenommen und macht so einen runden Abschluss.

Fazit:
Mit „Covariance“ ist Ambers ein mehr als amtlicher Wurf gelungen. Ohne Frage können sie auch mit bekannten Gesichtern der Core-Szene mithalten. Wird auf diesem Niveau weitergemacht, wovon ich natürlich ausgehe, dauert es sicherlich nicht lange bis sie sich auch international einen Namen gemacht haben.

Jeder Metalcore/Deathcore Fan sollte hier unbedingt ein Ohr riskieren.

Ich vergebe 8 von 10 Bängs.

„Covariance“ erscheint am 30. August als CD, Digitales Album und Stream.

Line-Up:
Peter Lehmkuhl – Gesang
Benjamin Hoti – Gitarre, Gesang
Maurice Ernst – Gitarre
Felix Baumhauser – Bass
Tobias Ernst – Drums

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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