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Almøst Human – XS2XTC – Schweizer Wundertüte – CD Review

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Almøst Human hatten einen alles andere als einfachen Start. Schon in den 90ern von Olivier Perdrizat (Gitarre und Komposition) und Rosario Fullone (Drums) gegründet und dann wieder recht schnell versunken, bis im Laufe des Jahres 2008 das Line-Up der Band mit Jan Peyer (Bass), Chris Matthey (Gitarre) und Ben Pluss (Sänger) vervollständigt wurde und es 2012 zum Release der ersten EP Ø kam.
Nun sechs Jahre später folgt mit XS2XTC das Debut-Album.

Schon der Opener System Of Beliefs nimmt keine Gefangenen und groovt ordentlich dahin. Hier merkt man wie groß die Abwechslung bei den Schweizern geschrieben wird.

Immer wieder setzten sie kleine Akzente, seien es elektrische Spielereien im Hintergrund (Divine Comedy), Horror-Streifen ähnliche Melodien (What Makes You So Hard), das Instrumental mit gelegentlichen Hey-Einlagen (Chemical Breakfast) oder auch einfach nur das knapp neunminütige Glockenspiel am Ende der Platte (Ghost Song). Durch diese und die vielen anderen Kleinigkeiten machen sie jeden Song zu einer spannenden Reise.

Im Kern mögen sich die Songs zwar in gewisserweise natürlich ähneln, dadurch das Almøst Human aber in ausnahmslos jedem Song experimentieren und nicht stillstehen schaffen sie ein wunderbar abwechslungsreiches Hörerlebnis. Natürlich tragt dazu auch die interessante Stimme von Ben Pluss bei. Erinnern mich die cleanen Parts an Disturbed, fühle ich mich bei den Screams und Shouts als ob ich While She Sleeps in der Anlage habe. Gute Leistung, ohne Frage.

Welchen Track kann man hier also zum reinhören empfehlen? Auf Grund der Diversität der einzelnen Nummer schwer zu sagen. Mein Highlight, bis jetzt, ist vermutlich In The Name(s) Of God(s). Ich finde die härteste Nummer und auch die am wenigsten „verspielte“ Nummer auf XS2XTC.

Fazit:

XS2XTC ist ein Album das Spaß macht. Almøst Human spielen hier sehr experimentellen Extreme Metal und lassen eigentlich keine Wünsche offen. Genre-Fans sollten also zuschlagen und hoffen das noch mehr von den Jungs kommt und sie nicht wieder verschwinden. Einziger wirklicher Kritikpunkt meiner seits: Die große Abwechslung die einerseits wünschenswert ist und zeigt welches Talent die Musiker haben steht andererseits dem „Heavy Rotation-Faktor“ im Weg. Ohne Frage starkes Teil, ich schaffe es aber nicht es mal länger als ein oder vielleicht zweimal in Folge rotieren zu lassen.
Aus diesem Grund vergebe ich sehr gute 8 von 10 Bängs.

Erscheinen wird XS2XTC am 30. November.

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Patrick

Patrick

geb. 1993 Musik-Fan seit 2010 Verlobt Ein Sohn Bevorzugte Genre: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk

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